Kartenpreise siehe bei den jeweiligen Veranstaltungen. Für Jugendliche unter 18 J.  

und Inhaber eines gültigen Berlin-Pass gilt ein ermässigter Eintritt von 3 €.            

Reservierungung: karten@viertewelt.de oder Kartentelefon: 0157 88 44 0941

Kasse/Bar öffnet jeweils 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung. 

Reservierte Karten bitte 15 Minuten vor der Vorstellung an der Kasse abholen. 


Zugang über Außentreppe Adalbertstr. 96.

Treppe zum Cafe Kotti hinauf, auf der Galerie nach rechts, am Wettbüro vorbei, über die Adalbertstr., durch die Gittertür, nach ca. 100m das letzte Ladenlokal.

Use stairs outside Adalbertstr.96 up to Galerie (Cafe Kotti). Turn right. Walk on Galerie trough the iron gate, to the very last location on the left in front of the flower bed.

Barrierefreiheit: Wir bitten Rollstuhlfahrer ihren Besuch einen Tag vor der Veranstaltung mit einer Email anzumelden: karten@viertewelt.de .


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Aktuell | Aktualisiert am 12.06.2017

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Unser Programm wird ständig durch

kurzfristig angesetzte Veranstaltungen aktualisiert

VIERTE WELT | Im Zentrum Kreuzberg | Galerie 1. OG | Kottbusser Tor  

Unser Rat: Fuck You oder einfach: NEIN

Als Aufmacher für das Feuilleton in der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung vom 20./21.Mai schreibt Michaela Schlagenwerth unter der Überschrift "Beschmutzt mit Berlin", dass in Berlin das Milieu der "abgehobenen globalisierten Kunstbetriebsszene" dominiert: vertreten durch "die sehr ästhetisch denkenden" Kurator*innen Chris Dercon (Volksbühne), Annemie Vanackere (HAU) und Thomas Oberender (Berliner Festspiele).

Wenn dann auch noch die Schaubühnen-Disposition verstopft sei, passiere es unter diesen Bedingungen, dass jemand wie der Berliner "Choreografinnenstar“ Constanza Macras durch die Raster falle und sich gezwungen sehe, im roten Plüsch des dem Boulevard verpflichteten Theater am Kurfürstendamm ihr neues Stück "On Fire" aufzuführen. Statt sich um in Berlin lebende Künstler*innen zu kümmern, so die Berliner Zeitung, graben sich die "gut subventionierten Booker bei den Künstlern mit aktueller Distiktions-Hippness" gegenseitig das Wasser ab.

Der von der Berliner Zeitung aufgemachte Gegensatz, die vom realen Berliner Leben beschmutzten Arbeiten von Macras (local/rot) versus ästhetischer Reinheit eines internationalen Marktes (global/weiß) zu setzen, ist so falsch wie richtig.


Erinnern wir uns: Die Volksbühne galt am Ende des letzten Jahrhunderts als der wilde Ort, der das “OFF Theater” aufsog und überflüssig machte. Schlingensief und Pollesch lassen grüßen. Das HAU war zumindest in den ersten Jahren der Intendanz von Matthias Lillienthal der Ort der Berliner Künstler*innen, die den drei HAUs unter hoher Beschleunigung und Verdichtung Leben einhauchten. Heute haben die globalisierten Player der internationalen Kunst- und Diskursnetzwerke übernommen, sie nehmen professionell den Dampf aus den Kesseln, expandieren nach Businessplan und errichten die kuratorische Hoheit über das, was als unhintergehbarer "state of the art" zu verstehen ist. Und unter der Fahne Diskurs versuchen sie, über 1a besetzte Panels die Definitionshoheit über den "state of the time" zu markieren.

Beschreibt dies nicht die selbe Geschichte des Exportweltmeisters Deutschland, der am Ende zur politischen Führungsmacht in Europa wird und Angela Merkel zum politischen World Leader macht? Die Stimmung in der Wirtschaft ist großartig scheibt die Berliner Zeitung am 29.5 und Deutsche Wohnen wird seine Profitrate 2017 von traumhaften 17% (2016) auf geschätzte 21,5% steigern, heißt es. Wir sind jetzt Weltkunstplayer.  


Alle anderen Akteur*innen (Künstler*innen, Dramaturg*innen, Professor*innen usw.), die herumwuseln, dauerhaft Förderanträge stellen und darum kämpfen, ihr Projekt in diesen Raum der großen symbolischen und der ökonomischen Macht - HAU/Volksbühne/Festspiele etc. zu plazieren, erscheinen gegenüber weltgewandten Kurator*innen und ihren Institutionen als Verlierer, als provinziell oder werden in Gestalt einer "Szene" - in den letzten Nischen der Zwischennutzung - zum potentiellen Reservoir für ästhetische Frischzellen, die den internationalisierten Verwertungsketten dann und wann zuzuführen sind. Bestes Beispiel, das gerade beendete Street Art Kunstprojekt "The House" in der Nürnberger Str.: Fotografieren streng verboten, Handys werden am Einlass eingetütet. Nur den Kreativ-Scouts der Big Player Adidas, Puma, Apple, BMW, Heckler und Koch* usw. ist das fotografieren exklusiv erlaubt.  

Bei allem guten Willen - Inhalte, Anliegen und Engagement werden quasi systemimmanent zu Oberflächenphänomenen - zur Marke und ästhetischem Deko, zur Petitesse oder Posse. Der darunter liegende Produktionszusammenhang und seine Produktionsweise dringt in alle Poren des Lebens, der Kunst und des Sozialen: Distinktion, knochenharte Konkurrenz und der Trieb nach dem NEU zeitigt sich je nach persönlichem Charakter in rastloser Bulimie (stopfen+kotzen) oder einem akademisch abgefederten Ästhetizismus, der nix will.  


In jedem Fall gilt weiter die Brecht’sche Lehre: Zuerst kommt das Brathähnchen und dann die Moral... so langweilig es ist, dies gilt auch heute und nicht nur für die Armen. Es ist viel radikaler!

Und so kommt es dann und wann zu kleinen tragischen Komödien.

Constanza Macras ist da nur ein Beispiel. Sie sollte, wenn sie nicht mit dem besoffenen Geist von Harald Juhnke die Bühne teilen möchte, kunstpolitischen Anstand zeigen, Fuck You rufen und mit dem Ballhaus Ost oder dem Theaterdiscounter telefonieren und diese Orte mit ihren Stücken zum platzen bringen, statt der Distinktionsökonomie folgend, darüber zu klagen, durch die high-end Kuratoren-Raster gefallen zu sein. Und es wäre mehr als kunstpolitischer Anstand, es wäre ein aktiver Schritt hin zu einem Internationalismus der Kunst, der sich der Usurpation durch den Markt und dessen Agenten entzieht und so JA zur Emanzipation** sagt.  Und es würde damit die öde So-ist-das-Leben...

So ist die Welt - Globalisierungserzählung der Dualität von Gewinner und Verlierer(Opfer) unterlaufen, weil es eine andere Praxis markieren würde. Hören wir auf damit, wie die Zen-Kaninchen auf das leere Zentrum der Macht zu starren. Und überhaupt - Das Ballhaus Ost und der Theaterdiscounter haben sich eh zu den lebendigsten Orten in der Stadt entwickelt.




* Heckler und Koch ist natürlich eine Fake News. Oder?

**Mit Emanzipation ist hier etwas anderes gemeint, als die Bitte um die staatlich zertifizierte    

  Gleichstellung und die Produktion von weißen Obamas.

Programm


Performance | Li Lorian

Exodus - lecture-performance for divided audience

From Europe of WWII, through Palestine of 1948, to Syria of 2011, the desert to the Promised Land and a science fictional oasis. A journey with a cardboard suitcase navigating the Mediterranean Sea and Skype communication. Out of sight, out mind. Measuring the distance between Germany and Jerusalem with my grandmother, Shoshana, as my compass.


A work by Li Lorian | On-line in Jerusalem: Yannay Matarasso

Artistic Guidance: Moran Duvshani | Desgin: Mai Aylon

Production: Achinoam Mendelson


Developed at Pandora Collective and Akademie Schloss Solitude, supported by Mifal Hapais, The Yehoshua Rabinovich Foundation for the Arts, the Jerusalem Fund and the Lederman Foundation through the Jerusalem Foundation of Canada



Do. 22.06 + Sa. 24.6.17 | 20:00 | Karten 7/5/3 €




Juni | Do. 22. & Sa. 24.6.17 | 20:00 | Karten 7/5/3 €


Extendet @ Vierte Welt | PAF

Performing ART Festival

nichtgefördert*1*2*3

Diskurs, Performance, Installation und Austausch


Vielleicht hätten wir einen anderen Rahmen wählen sollen, für den Versuch, eine kulturpolitische Debatte anstossen zu wollen mit Euch: Künstler*innen dieser Stadt. Wir waren ganz sicher, weil wir alle, ja mindestens zwei mal nicht gefördert wurden sind in unserer eigenen Kunstexistenz, dass ganz viele von UNS teilnehmen wollen würden. Aber NEIN.

Über die Gründe können wir nur spekulieren. Das PAF lädt ein, sich als Gewinner*in, als Macher*in zu präsentieren. Aus eigener Erfahrung vermuten wir, dass Vieles, was zu sehen sein wird, unter dem Diktum steht: nicht gefördert, aber trotzdem präsentiert, und bitte nicht darüber nachdenken.

Wir halten fest an unserem Konzept und zeigen Beiträge im Rahmen des BEST OF BERLIN FESTIVALs, die das Motto, aber auch die Bedingung nichtgefördert erfüllen.


Wir laden Euch ein, mit uns unter anderem darüber nachzudenken, was in den letzten 16 Jahren mit uns passiert ist, dass nur Schlingensief mit Verve und Coolness-Faktor Scheitern zur Chance erklären konnte.

Gebt dem Nein ein Ja und seid mit uns (allen!)



Do. | 15.06 | 14:00 - 19:30 | Eintritt frei

Nachwuchs aus Ondon

Chance Collective

Workshop | Talk | Food | Performance.

ROYAL CENTRAL SCHOOL OF SPEECH AND DRAMA, London zu Gast in der Vierten Welt.



Fr. | 16.06

Nichtgefördert*1 | Sichtbarkeit?!

17:00 - 20:00 | Präsentation | Eintritt frei

Brand - Die Tafelrunde | ÉCOLEFLÂNEURS  

Sarah Klöfer und Sabine Salzmann - Ein Festakt oder Facing Marina Abramovic


20:00 - 22.00 | Gespräch | Eintritt frei

Sichtbarkeit im Gespräch mit Sandra Umathum, Thomas Schütt, Elke Schmidt und Vertreter*innen vom Laft und der Koalition

Freie Szene.


23:59 - 01:30 | Walk | Eintritt 9/7/3 €

ÉCOLEFLÂNEURSMidnight Special

Anmeldung erforderlich! karten@viertewelt.de



Sa. | 17.06

16:00 - 17:00 | Installation | Eintritt 5 €

Revolution in der Schublade einer Hausapotheke

Ren Saibara | burgund t brandt | Ernst Markus Stein


Nichtgefördert*2 | Solidarität!

17:00 - 19:00 | Gespräch | Eintritt frei

Solidarität im Gespräch mit Martina Grohmann (Theater Rampe), Felizitas Stilleke Klein (Impulse Festival), Ren Saibara


19:00-21:00 | Präsentation | Eintritt frei

Panzerkreuzer.Rotkäppchen mit Notlügen | Malah Helman mit Warum bin ich glücklich | Thomas Schütt & Wiebke Hensle mit

The Time Being


22:00 - 23:30 | szenische Lesung | Eintritt frei

Just because i´m paranoid does´t mean i´m

not being followed oder JBIPDMINBF

mit Ben Päffgen, Mariel Jana Supka, Marcus Reinhardt,

Annett Hardegen, Jacqueline Grassmann, Valentina Primavera und Jule Müller



So. | 18.06

nichtgefördert*3

12:00 bis 16.00 ENTFÄLLT


16:00 bis 17.00 | Installation | Eintritt 5 €

Revolution in der Schublade einer

Hausapotheke

Ren Saibara | burgund t brandt | Ernst Markus Stein




Juni | Do. 15.06  bis So. 18.06


club tipping point, Berlin | Christoph M. Gosepath

ctp 4.1.#imnotok - areyouok

Eine audiovisuelle Lesung in der Reihe

ctp 4.0 tryin' Africa - as an unfinished play


In einer ersten szenischen Lesung nähern sich C. M. Gosepath und Robert Schmidt dem Thema Kranksein im interkulturellen Vergleich an. Inwieweit ist unser Begriff davon  geprägt von kulturspezifischen Voraussetzungen, von Geschichte und eingeschränkter Perspektive? Gosepath und Schmidt unternahmen eine Recherche-Reise nach Tanzania, Ostafrika, von der sie in dieser Lesung Zeugnis ablegen.


Von und mit Christoph M. Gosepath und Robert Schmidt

Mitarbeit: Silvia Witte

Eine Produktion von club tipping point, Berlin


deutsch und englisch/german and english



Mi. 28.06.17  | 20:00 | Karten 5/3 €




Juni | Mi. 28.06 | 20:00 | Eintritt 5/3 €