DAS BLOCK

Ein Dokumentarfilm mit anschließender Diskussion in Anwesenheit der Autoren


Ein Jahr. 2005. Eine deutscher Ort. Gräfenhainichen. Einzimmerwohnungen. DAS BLOCK. Es lebt, sagen sie hier. Vier Türen gehen auf. Vier Generationen. Vier Parallelwelten. Das sind Hans-Joachim, Silvio, Olga und Natalya aus dem Block im Poetenweg 46, irgendwo im Osten. Vier Zustände von Verlust und Einsamkeit.

Hans-Joachim lässt sich von einem Telefonterroristen beschimpfen. Sonst ruft nur Sonja an, die große Liebe, doch Sonja ist nicht da. Silvio erregt sich über deutsche Russen, schießt in der erloschenen Sowjetkaserne die Lichter aus, packt kaputte Kindheit auf den Tisch um dann herauszufinden, dass er ein anderer ist. Olga, Russlanddeutsche aus Tschetschenien, wollte in der deutschen Heimat sterben, und hat ihre Familie verlassen. Nun will sie nach Grosny zurück, denn „Einsamkeit ist schlimmer als Krieg“. Und überall Natalya, die sich selbst aller phantastisch schmerzenden und kühlenden Versuche zum Trotz, nicht fassen kann.

DAS BLOCK, ein Fernsehfilm über vier Menschen, das Leben und wie es sie verlässt. www.dasblock.net


Buch Stefan Kolbe und Chris Wright |  Bild  Stefan Kolbe |  Montage und O-Ton  Chris Wright

Tongestaltung und Mischton  Rainer Schwarte |  Herstellungsleitung Meike Martens |  Redaktion Luciano Rigolini (Arte France) und Nicole Baum (3sat)



eine Produktion von ma.ja.de. in Kooperation mit Stefan Kolbe

Freitag 9. November 2012