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Jobtabelette

Performance mit anschließendem Gespräch


Einladung zur Vorstellung einer Arzneimittelstudie zur neu entwickelten Jobtablette.

Mit der freundlichen Unterstützung eines Pharmaunternehmens und im Auftrag der Arbeitsagentur Berlin wird in einem  Szenario das gesellschaftlich bedingte Verschwinden von Arbeit weiter gedacht.

Etwa im Jahr 2075 ist lediglich noch ein Bruchteil der Bevölkerung für Reproduktion, Forschung, Kunst und Kultur einer Gesellschaft erforderlich. Gleichzeitig scheint nachhaltig gesichert zu sein, dass die Gesellschaft an den heutigen Produktionsbedingungen und Institutionen festhält.

Es wurde untersucht, ob durch die Einnahme von unterschiedlichen „Jobtabletten“, den Millionen Überflüssigen die Möglichkeit (zurück-)gegeben werden kann, alle Aspekte von Arbeit, in ihren spezifischen Rollen, authentisch zu erleben.

In verschiedenen Experimenten wurde der Frage nachgegangen, inwiefern durch die Einnahme von Jobtabletten die Illusion von Gestaltungsmöglichkeiten eine ausreichende Zufriedenheit bei den Konsumenten herzustellen vermag.


Kann dadurch das gefundene gesellschaftliche Gefüge dauerhaft stabilisiert werden?

Es begrüßen Sie die Experten: Michèle Stieber und Korstaan Mahal.

Im Anschluss an die Präsentation stehen die Ergebnisse zur Diskussion.

Donnerstag 12. April  2012