Auswärts Heimwärts



Auswärts Heimwärts ist das Motto einer Gesprächsreihe. Anders Carlsson (künstlerischer Leiter von Institutet) und Annett Hardegen (Vierte Welt) laden Künstler aus verschiedenen Genres ein, um mit ihnen über ihre Auslandseinsätze zu diskutieren.

Carlsson und Hardegen haben selbst verschiedene Kunstprojekte im Ausland realisiert bzw. aus der Recherche im Ausland Projekte für die Heimat produziert.


Auswärts! Heimwärts! Soll den Raum öffnen gemeinsam darüber nachzudenken, auf welchen Wegen wir ins Aussen eindringen und warum das Auswärts noch immer als Mythos funktioniert. Die Ferne, das Fremde als Sehnsuchtsorte; Narrative aus denen nur Märchen gemacht werden können. Der Andere verdient doch unserer Aufmerksamkeit und wir sind willens sie zu teilen.

Welches Versprechen liegt in der Reise// Und welchen Voraussetzungen unterliegt diese zirkuläre Bewegung, denn niemand will für immer fort. Wer sind wir, wenn wir heimkehren // Und wer werden wir gewesen sein in der Fremde// Und wer sind die Anderen in der Heimat? Was hoffen wir von dort zu bekommen// Und wie viel restituierende Kraft ist im Akt des vor und zurück immer schon eingeschrieben// Und dabei: Wer macht hier was für wen// Mit wem sprechen wir, wie und über was// Und welche Rolle spielen Fördermittel// Und in welches Spiel treten wir ein, wenn wir als Künstler Teil eines aufgeklärten, politischen Bewusstseinszustandes demokratischer Zurichtung sind//...


Auswärts Heimwärts 4 | Bald mehr




Archiv

Der nächste Termin steht noch nicht fest


Auswärts Heimwärts 3 | Schützen


Schützen ist ein mindestens dreiteiliges Projekt, eine Langzeitrecherche von Cecilie Ullerup Schmidt und Matthias Meppelink. Die einzelnen Teile des Projektes spielen in unterschiedlicher Form mit der doppelten Bedeutung von Schutz und Schiessen; Schützen denkt das Töten auf der Bühne und macht es körperlich erfahrbar.  Teil 1 konfrontiert den Zuschauer mit der Frage, welchen Körper eine Waffe produziert; Teil 2 delegiert das Schiessen an Jugendlichen; Teil 3 kümmert sich um den Körper nach der Tat/ dem Schuss; Teil 4 könnte ein Text sein. Schützen wurden sehr erfolgreich an vielen verschiedenen Orten gezeigt ua bei Foreign Affairs 2012 und Impulse 2013, aber auch in Kanada und Israel. Wir haben beide Künstler eingeladen, um mit uns über das Töten in der Heimat und der Fremde nachzudenken. Und wir wollen mit ihnen sprechen über eine ganz spezielle Erfahrung: der dritte Teil des Projektes basiert auf Interviews mit ehemaligen Soldaten der israelischen Armee.


Montag | 21. Oktober


Auswärts Heimwärts 2 | Invisible Playground


Invisible Playground macht ortsspezifische Spiele. Nicht nur in Berlin, sondern in ganz Europa und darüber hinaus. Die Mitglieder des siebenköpfiges Kollektivs analysieren, was sie an den "Sites" vorfinden: Systeme und Strukturen, Fakten, Fiktionen und Phantasien. Daraus entwickeln sie spielbare Formate unterschiedlicher Größenordnung- von kleinen Spielen für weniger Spieler bis hin zu aufwendigen Transmedia Produktionen für Festivals, Theater und andere kulturelle Institutionen. 

Kämpfende Kraken auf dem Roskildefestival, utopische Gesellschaften am holländischen Nordseestrand oder unter dem Kopenhagener Shoppingcenter,  ein spielbares "Museum of Minor Incidents" in Japan:  Was bedeutet es, Spiele überall auf der Welt zu machen? Was haben diese Spiele mit dem echten Leben zu tun? Wie verbinden sich sozialer Raum und hyperlokaler Kontext? Wie verändern sich Orte, wenn an ihnen gespielt wird?  Kann  Spielen (und Spielemachen) als "Kulturtechnik" mehr als Zeit vertreiben?



Samstag 28.09.2013


Auswärts Heimwärts 1 | Alexandria Street Project


Alexandria Streets Project ist ein Radio- und Audiokunstprojekt von Berit Schuck und Julia Tieke, das 2012 Premiere hatte und 2013/2014 in Alexandria und anderswo fortgesetzt wird. Bereits entstanden ist eine sonic map der ägyptischen Hafenstadt Alexandria, stattgefunden haben außerdem das Workshop-Programm Mini Radio Academy sowie eine Reihe öffentlicher Veranstaltungen in Alexandria, Berlin und Kairo.

Im Rahmen von auswärts heimwärts gehen wir zurück zum Ausgangspunkt des Projekts. Die akustische Karte Alexandrias verknüpft in zwanzig arabisch-englischen Hörstücken aktuelle Themen mit vergangenen Ereignissen und zukünftigen Erwartungen. Archivmaterial, Musik und field recordings wurden mit Berichten und Erzählungen der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt verwoben. Zu hören sind Schriftsteller, Aktivistinnen, Taxifahrer, ein Motorreparateur, eine Betende, Architekten und Kulturschaffende.

Weitere Informationen und die aktuelle akustische Karte des Alexandria Streets Project finden Sie unter: www.alexandria-streets-project.net.


Zu Gast: Samuli Schielke, Research Fellow ZMO (Zentrum Moderner Orient)


Das Alexandria Streets Project wird getragen von West-Östlicher Diwan e.V., es wurde gefördert durch das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) und unterstützt durch das Goethe-Institut Alexandria, AGORA Arts & Culture, Spring Lessons, Uqbar e.V., EPS51 und Radio Tram, das erste Internetradio in Alexandria



Montag 01.07.2013