VON DER UNWAHRSCHEIN

LICHEN SCHULD

Ein Doppelabend mit Irene Athanassakis, Susanne Schuda, Peter Szely


Teil 1   Kick Off Skype Meeting mit Irini Athanassakis


In einem internationalen Excellence Cluster untersucht das Team von Irini Athanassakis, zahlreiche, nicht immer intendierte, aber dafür umso erstaunlichere, Kooperationen zwischen Männern und Frauen, zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und  Architektur, sowie Denkströmungen und Praxen der europäische Psychiatrie.

Mensch, Artefakt, Raum und Zeit werden von den Expert/innen erforscht unter Berücksichtigung von Professionen, Transportwegen, Aufenthaltsorten, Ausbildungs- Aufbewahrungs- und Handelsstätten.


Die verzweifelten Notizen und Kommunikationsversuche der Arbeitsgruppe stellen als work in progress die Grundlage einer übersichtlichen wissenschaftlichen Beweisgrafik. Außerdem wird ein Lexikon erarbeitet zu Mysterium und Ministerium der Oikonomia mit Schwerpunkt komplexe Beziehungen, Schulden, Melancholie und Wahrscheinlichkeit.

Teil 2   KOSMOPOLITEN AM ENDE DES ERDÖLZEITALTERS

Live-Video-Sound-Performance-Lecture von Susanne Schuda,

Sound: Peter Szely


“Ich freue mich sehr heute hier zu sein, und möchte meinen heutigen Vortrag mit einem Witz beginnen.” Ein Vortrag wie ein Weltbild: Susanne Schuda gibt eine Einführung in die historischen Zusammenhänge von Erdölprodukten und  Psychoanalyse. Braucht ein Individuum Abhängigkeits-verhältnisse zur Orientierung? Ist Biologie ein dehnbarer Begriff oder eine Weltordnung? Ist Geld ein Ausdruck von Liebe?

Susanne Schuda präsentiert ihre Thesen und Fragestellungen anhand von Videografiken und „Beweisbildern“. Die Beweise entgleiten jedoch immer wieder: unbewusste Selbstbilder, flüchtige Gedanken, chaotische Assoziationen,

arbeiten gegen die wissenschaftliche Haltung der Vortragenden an. Auch der Sound entzieht sich der Kontrolle der Performerin und unterstützt die Parallelwelt aus Eskapismus, Rausch und Vision.



Performance, Text, Video, Konzept: Susanne Schuda

Sound: Peter Szely

Regie, Dramaturgie: Nehle Dick

Choreographie: Linda Samarareerowa

Kamera: Lena Kienzer

Artwork: Susanne Schuda

DI.16. Juli 2013