Institut für Widerstand im Postfordismus

Work in Progress: Forschen am Widerstand Performance / Workshop / Diskussion


[ Seit Nov. 2014 ]




Welche Revolution werden wir erlebt haben werden?

"Wir konstatieren, dass der Postfordismus, der in Folge von Transformationen der klassischen kapitalistischen Verwertungsstrategien zu Privatisierung von Gemeinwohl und zur Vermarktung von Naturressourcen und geistigen Ressourcen geführt und damit eine komplette Durchökonomisierung unserer Lebenswelt erreicht hat, den Höhepunkt des Erträglichen im Zuge der späten 2010er Jahre erreicht haben wird. An diesem Höhepunkt wird sich – endlich – großflächiger Widerstand formiert haben werden." (Auszug aus dem Forschungspamphlet) 


Unter dem Motto "Wir müssen Gegengeschichte schreiben" (Harald Welzer) forscht das Institut für Widerstand im Postfordismus aus Bonn seit dem Sommer 2014 zu Widerstandsformen und -Techniken im Zeitalter des Postfordismus. Ein zentraler Arbeitsbereich des Instituts ist dabei die Erstellung von Prognosen – wie wird sich der Widerstand bis 2029 weiterentwickeln?

Nachdem es bereits im November 2014 einen Einblick in seine Arbeitsweisen und seinen Forschungsstand in der Vierten Welt Berlin gegeben hat, lädt das Institut bis zum Sommer mit der Reihe "Work in Progress: Forschen am Widerstand" zur Vertiefung ein: An drei Veranstaltungsblöcken werden Gäste aus Theorie und Praxis Einblicke in Techniken und Instrumente des Widerstands geben, wie etwa das Instrument der Verfassungsklage. Außerdem werden Forscher_innen Methoden der Forschung für den WiP vorstellen, etwa die Technik der Zukunftswerkstatt. Nach einem Input in Form von Lectures öffnet sich die Runde workshopartig: Gemeinsam kann die Zukunft des Widerstands geplant werden! Erste Schritte zu einer Verfassungsklage werden durchgedacht (März) oder die Methode der Zukunftswerkstatt dient dazu, eine wünschbare Zukunft des Widerstands zu entwickeln (Mai). 

Eingeladen sind unter anderem Luise Tremel (Stiftung Futur Zwei, "Wandlungsprozesse in der Gesellschaft"), Roman Huber (Vorsitzender Mehr Demokratie e.V., Verfassungsklage/Kampagne „Stop TTIP"), Theresa Züger (Alexander von Humboldt-Institut "Internet und Gesellschaft", "Digitaler ziviler Ungehorsam"), Tim Wihl (Institut für Rechtswissenschaft, HU Berlin, "Strategische Prozessführung"), Thomas Malorny (Institut für Zukunftsforschung, FU Berlin), Malte Petersen (MPI für Bildungsforschung, Experte für „Nudging“) und  Blair Taylor (Wissenschaftszentrum Berlin, "Soziale Bewegungen und der neue Geist des Kapitalismus").       



GÄSTE


11. Juni - Luise Tremel (Stiftung Futur Zwei): Methoden der Widerstandsforschung: Transformation

12. Juni - Theresa Züger (Alexander von Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft): Instrumente des Widerstands: Digitaler ziviler Ungehorsam


7. Mai - Tim Wihl (HU Berlin, Jura) - Instrumente des Widerstands: Verfassungsklage

8. Mai - Mira Assmann + Martin Nevoigt (Haus Bartleby) - Strömungen des Widerstands: NICHT tun


von und mit Vega Damm, Michaela Muchina, Elisa Müller, Katharina Reiners, Inga Schaub. 

Ein Veranstaltung des Instituts für Widerstand im Postfordismus und müller*****. 

Produktionsbüro: ehrliche arbeit



Das Projekt wurde ermöglicht durch flausen-young-artists in residence ein Stipendienmodellprojekt vom theater wrede +.


www.labelmüller.de

Do. 11. Juni und  Fr. 12. Juni 2015 | 20:00 | Eintritt 5 Euro