mit Antonis Davanellos (Mitglied der Geschäftsführung von SYRIZA, Teil der Internationalistischen Arbeiter-Linken DEA) und Stefan Bornost (DIE LINKE und Redakteur von marx21)


Ganz Europa schaut gebannt nach Griechenland: Wie werden die nationalen Parlamentswahlen ausgehen? Wird eine Regierung unter Führung der linken SYRIZA die Koalition aus Konservativen und Sozialdemokraten ablösen? Aktuell ist SYRIZA nach Umfragen die stärkste Kraft in Griechenland. Der Widerstand gegen die Diktate der EU und der Troika, die hohe Arbeitslosigkeit, die wachsende Armut und die Zerstörung des Sozialstaates in zahlreichen Großdemonstrationen, Generalstreiks, öffentlichen Platzbesetzungen und Protestcamps hat die öffentliche Debatte geprägt und Forderungen nach Alternativen erhoben.

Nach der Wahl läuft alles auf eine harte Konfrontation zwischen der EU unter der Führung von Angela Merkel und den Hoffnungen der Menschen in Griechenland auf ein Ende der Kürzungen und des Sozialabbaus hinaus. SYRIZA will einen Politikwechsel erreichen, die zerstörerische Austeritätspolitik beenden und einen Schuldenschnitt durchsetzen. Die Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfond (IWF) hingegen wird alles versuchen, damit Griechenland seinen riesigen Schuldenberg abbezahlt, ohne die Reichen zu belasten und zu besteuern.

Auch eine linke Regierung wird im wirtschaftlich schwachen Griechenland unter gewaltigem Druck stehen, den Forderungen aus Brüssel nachzukommen, um in der EU bleiben zu können und einen totalen Zusammenbruch zu vermeiden. Auf der anderen Seite erwarten die Wählerinnen und Wähler die Einhaltung der Wahlversprechen und eine echte Verbesserung ihrer Lage. Entsprechend heiß wird die Strategie in der jungen Partei diskutiert: Welche Gewichte kann eine linke Regierung gegenüber Brüssel in die Waagschale werfen? Muss sich nicht auch eine linke Regierung zwangsläufig manche Forderungen aus den Bewegungen zurückweisen? Wie kann SYRIZA regieren und gleichzeitig Teil der Bewegungen gegen Sozialabbau, Polizeigewalt und/oder Kapitalismus sein?

Nach der Wahl wird sich zeigen wohin die Reise geht. Um die Perspektiven für die radikale Linke zu diskutieren und den Wahlausgang beurteilen zu können, haben wir Antonis Davanellos eingeladen. Er ist in der Geschäftsführung von SYRIZA und innerparteilich in der Linken Plattform sowie in der revolutionären "Internationalistischen Arbeiter-Linken" (DEA) organisiert. Weil die Entwicklung in Griechenland beispielhaft auch für DIE LINKE in Deutschland sein kann, wird Stefan Bornost für marx21 die Perspektive der revolutionären Linken in der Linkspartei einnehmen und Möglichkeiten für Linke hier in Deutschland aufzeigen, Solidarität mit den griechischen GenossInnen und KollegInnen zu organisieren.

Kontakt: info@marx21.de

Die Veranstaltung wird organisiert von marx21 Berlin und findet in Kooperation mit der Vierten Welt statt.


Zu Gast | marx21 Forum

Hoffnungsträger SYRIZA?

Griechenland nach der Wahl: Euro-Rauswurf, Soziale Transformation oder Bürgerkrieg?

Sonntag 30. November 2014


Marx is muss | Herbstkonferenz 2014


Wie in jedem Jahr finden auch 2014 bundesweit in verschiedenen Städten die Marx21-Herbstkonferenzen statt. Hier in Berlin lädt euch das Netzwerk für 30. November in die „Vierte Welt“ herzlich dazu ein. An diesem Tag wollen wir Fragen und Debatten einen Raum geben, die zur Zeit linke Politik bestimmen. Wir freuen uns auf engagierte Debatten, den Austausch von Theorie und Praxis sowie viele AktivistInnen – kommt vorbei! Marx21 versucht, Veranstaltungen auch für Eltern mit Kindern möglich zu machen. Deshalb bieten wir Kinderbetreuung auf Nachfrage an. Ganz einfach eine Mail an g.frankl@gmx.net schicken um Bedarf anzumelden. Der Eintritt ist frei, aber wir bitten um Spenden.


Themenblöcke:

Frauenunterdrückung heute.

IS, Kobanê, die NATO und die Linke.

Reformen oder Revolution? Parlament oder Straße? Die Linke auf der Suche nach der Macht.


Weitere Informationen findet ihr unter:

http://mim14.de/berlin-2014/


Die Veranstaltung wird organisiert von marx21 Berlin und findet in Kooperation mit der Vierten Welt statt.

Facebook: https://www.facebook.com/events/431010230367645

Kontakt: info@marx21.de




Archiv

Mittwoch 16. April 2014


Portugal - die Nelkenrevolution 74`

Diskussionsveranstaltung mit Catarina Principé (marx21)


Am 25. April jährt sich der Beginn der portugiesischen Nelkenrevolution zum 40. Mal. Sie begann mit einem Aufstand von Jungoffizieren gegen die Kolonialkriege des portugiesischen Staates und wurde zum Auslöser einer vielschichtigen Massenbewegung. Fabriken, Banken und Häfen wurden bestreikt und Landgüter besetzt. Ein breiter Aufstand kam in Gang. ArbeiterInnen bildeten Fabrikräte und Soldaten organisierten Versammlungen und Komitees, es wurden Barrikaden gebaut, um sich gegen die Gegner der Revolution zur Wehr setzen zu können. Am Ende wurde die Bewegung zurückgedrängt und eine sozialdemokratische Regierung übernahm die Macht.


Diskussion:

Wie kam es dazu - wäre mehr möglich gewesen?

Für welche Forderungen waren die Portugiesen bereit, die alte Diktatur zu stürzen?

Wie sah der Verlauf des Aufstands aus - was waren wichtige Wendepunkte?


Nach der Diskussion werden Ausschnitte aus der Dokumentation „Scenes from the class struggle in Portugal“ (OmU) von Robert Kramer (1977) zur Nelkenrevolution gezeigt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Vierte Welt statt.


Referieren wird Catarina Príncipe. Sie ist Portugiesin und heute aktiv in Deutschland. Catarina war jahrelang im Bloco de Esquerda organisiert und lernte dort viele MitstreiterInnen der

Nelkenrevolution kennen.


Die Veranstaltung wird organisiert von marx21 Berlin und findet in Kooperation mit der Vierten Welt statt.

Facebook: https://www.facebook.com/events/431010230367645

Kontakt: info@marx21.de


Scenes from the class struggle in Portugal (OmU) von Robert Kramer (1977) Online sehen:

[ Part1]  |  [ Part2 ]





Mittwoch 19.März


Weder Brüssel noch Moskau !

Eine Veranstaltung zu den aktuellen Entwicklungen in der Ukraine mit Stefan Bornost (Chefredakteur Marx21)


Die Ereignisse in der Ukraine lösen überall heftige Debatten aus: Wurde der Ministerpräsident

Janukowitsch durch einen "faschistischen Putsch" mit Rückendeckung des Westens gestürzt? Muss

Moskau deswegen eingreifen? Wird die Ukraine gespalten oder kommt es zu einer militärischen Konfrontation zwischen West und Ost? Weitgehend unter geht dabei der eigentliche Antrieb der   Protestierenden, die wochenlang den Maidanplatz besetzt hatten. Sie demonstrierten gegen die wuchernde Korruption der Herrschenden und soziale Ungerechtigkeit. An die Spitze ihres Protests stellten sich neoliberale Parteien un rechtsextreme bis faschistische Gruppierungen mit euch über die Fragen diskutieren: Wie sollten sich Linke jetzt verhalten? Wie stellen wir uns zu der „nationalen Frage“ Wie gehen wir damit um, wenn rechtsextreme bis faschistische Kräfte in einer sozialen Bewegung mitmischen?


Referent: Stefan Bornost, Chefredakteur Marx21


Die Veranstaltung wird organisiert von marx21 Berlin und findet in Kooperation mit der Vierten Welt statt.


Wer sich schon mal informieren möchte, dem/ihr sind diese zwei Artikel empfohlen:

- 7 Thesen von Marx21 zur Situation in der Ukraine: http://marx21.de/content/view/2073/32/

- und ein Interview mit einem russischen Sozialisten, der aus der Ukraine berichtet. Das Interview hat für Aufsehen gesorgt, wurde in Medien rezipiert und in der Web-Community viel diskutiert: http://marx21.de/content/view/2067/32/




Mittwoch 19. Februar


Grenzen auf für alle –

Linke Wunschvorstellung oder Lösungsstrategie?


Diskussionsveranstaltung 

mit Carolin Hasenpusch (marx21) und Florian Wilde (Parteivorstand die LINKE)


"Wer betrügt, fliegt" verkündete kürzlich die CSU und leitete so mit Blick auf die EU-Wahlen eine Kampagne gegen Zuwanderer ein. Ab dem 1. Januar 2014 gilt auch für Rumänen und Bulgaren die "Arbeitnehmerfreizügigkeit" in Europa. Die CSU beschwört jetzt das Schreckgespenst der Armutsflüchtlinge, die die deutschen Sozialkassen plündern. Deshalb will sie ihnen die ersten drei Monaten Sozialhilfe und "Betrügern" die Wiedereinreise verweigern.


Nicht europäische Flüchtlinge werden schon vor der "Festung Europa" abgefangen, der EU-Grenzschutz Frontex lässt sie im Mittelmeer ertrinken oder sie landen in menschenunwürdigen Lagern.


Gleichzeitig werden die Zuwanderer als Arbeitskräfte hierzulande ausgenutzt. Wer profitiert davon?

Ist es umgekehrt denkbar alle Grenzen zu öffnen? Was würde passieren?

Warum schottet sich die europäische Demokratie dermaßen ab?


Aus marxistischer Perspektive wollen wir entwickeln wie es überhaupt zu Nationenbildung und zur Ein- und Ausgrenzung von Menschen gekommen ist. Insbesondere wollen wir herausarbeiten wie dieser Mechanismus Herrschaft festigt und wie eine humanistische und linke Widerstandsstrategie dagegen aussehen könnte. Hier wollen wir auf die Erfahrungen aus Hamburg eingehen. Wäh­rend es vie­ler­orts in Europa zu ras­sis­ti­schen Pogro­men gegen Flücht­linge kommt, erlebt Ham­burg gerade das Gegen­teil: eine breite Bewe­gung für das Blei­be­recht von Flücht­lin­gen.


ReferentInnen:

Carolin Hasenpusch, Redaktion Marx21 und aktiv in der LINKEN Kreuzberg

Florian Wilde, Parteivorstand die LINKE, Autor zahlreicher Artikel zu den Protesten der Flücht­lin­gen in Hamburg


Die Veranstaltung wird organisiert von marx21 Berlin und findet in Kooperation mit der Vierten Welt statt.




Mittwoch 15. Januar | Diskussionsveranstaltung | marx21


Käuflicher Sex -

Debatte zur Prostitution: Kriminalisierung oder Legalisierung?


mit Rosemarie Nünning (marx 21) und Margarita Tsomou (Missy Magazine) - Referentinnen


Alice Schwarzer hat einen "Appell gegen Prostitution" verfasst und verlangt die Verschärfung der Prostitutionsgesetze und die Bestrafung von Freiern nach dem schwedischen Modell. Auch die neue Große Koalition will in diese Richtung ziehen. Bordellbesitzer und Sexarbeiterinnen haben dagegen einen "Appell für Prostitution" herausgebracht, wenden sich gegen jede Kriminalisierung des Gewerbes und fordern auch "staatliche Einstiegshilfen".

In der Linken gehen die Ansichten ebenso weit auseinander und Unterzeichner aus der Partei Die LINKE finden sich bei beiden Aufrufen.


Die Fragen der Veranstaltung sind:

Woher kommt Prostitution?

Ist es ein Beruf wie jeder andere?

Muss sie bekämpft werden, um den Sexarbeiterinnen zu helfen?

Was hat das Prostitutionsgesetz der rot-grünen Regierung bewirkt?

Mittwoch  04. Februar 2015