Gespräch | Museum des Kapitalismus Berlin | Brüssel | Oakland

Museen des Kapitalismus

Bildung, Selbstermächtigung und Institutionen von unten


Museums of Capitalism

education, empowerment, and institutions from below


Museum des Kapitalismus, (Berlin) | Speaker: Malte Elling

Musée du Capitalisme, (Brüssel) | Speaker: Samuel Hus

Museum of Capitalism, (Oakland, US) | Speaker: Timothy Furstnau

Moderiert von Sarrita Hunn (Mitgründern | Herausgeberin von Temporary Art Review)


deutsch/english


Die Veranstaltung ist der öffentliche Höhepunkt einer gemeinsamen Tagung zwischen drei

gleichnamigen internationalen Projekten – darunter Museum des Kapitalismus (Berlin, GER),

Musée du Capitalisme (Brüssel, BE) und Museum of Capitalism (Oakland, USA). Moderiert von

Sarrita Hunn (Mitbegründerin / Herausgeberin von Temporary Art Review) soll die Arbeit

der musealen Institutionen, die Funktion von Ausstellungen für Erziehung und Ermächtigung sowie

die politische Rolle, den Kapitalismus ins Museum zu stecken, erörtert werden.

Das Museum des Kapitalismus in Berlin wurde 2013 als Projekt ins Leben gerufen und zeigt in

seinen Ausstellungen die Zusammenhänge zwischen dem herrschendem Wirtschaftssystem und

seinen komplexen Sachverhalten auf eine niedrigschwellige und verständliche Weise.

Durch interaktive Exponate haben Besucher_innen die Möglichkeit, sich mit Funktionsweisen und

Auswirkungen des Kapitalismus auseinanderzusetzen und in Diskussion zu kommen. Das Projekt

möchte nicht nur die thematische Leerstelle in der Museumslanschaft schließen, als ein “Museum

von unten” bricht es auch mit klassischen musealen Zielen und ist ein Raum für politische

Bildungsarbeit. Neben Ausstellungen veranstaltet die Projektgruppe auch Veranstaltungen und

Workshops zum Thema. Mehr Informationen auf der Website: museumdeskapitalismus.de

Das Museum des Kapitalismus in Berlin wurde 2013 als Projekt ins Leben gerufen und zeigt in

seinen Ausstellungen die Zusammenhänge zwischen dem herrschendem Wirtschaftssystem und

seinen komplexen Sachverhalten auf eine niedrigschwellige und verständliche Weise.

Durch interaktive Exponate haben Besucher_innen die Möglichkeit, sich mit Funktionsweisen und

Auswirkungen des Kapitalismus auseinanderzusetzen und in Diskussion zu kommen. Das Projekt

möchte nicht nur die thematische Leerstelle in der Museumslanschaft schließen, als ein “Museum

von unten” bricht es auch mit klassischen musealen Zielen und ist ein Raum für politische

Bildungsarbeit. Neben Ausstellungen veranstaltet die Projektgruppe auch Veranstaltungen und

Workshops zum Thema. Mehr Informationen auf der Website: museumdeskapitalismus.de



Das Musée du Capitalisme wurde von Student_innen ins Leben gerufen, die einen Raum für

Diskussion über die Gesellschaft und das Wirtschaftssystem schaen wollen, in dem sie leben.

Seit Februar 2014 fanden ihre Ausstellung in Namur, Saint Gilles und Laeken statt. Sie haben mehr

als 15 000 Menschen im Rahmen eines individuellen Besuchs oder eines geführten Führung

erreicht. Die Organisation ist auch in Schulen und im öentlichen Raum tätig. In ihren Ausstellungen

werden unter anderem Themen behandelt wie: der Begri des ewigen Wachstums, die Trennung

unseres Finanzsystems von den natürlichen Ressourcen, das Oshoring der Produktion und die

ungleichen Beziehungen in der Produktionskette.

Mehr über das Projekt: http://museeducapitalisme.org/

Im Juni diesen Jahres erönet das Museum of Capitalism in Oakland, USA ist eine Institution, die

sich der Erziehung dieser und zukünftigen Generationen über die Ideologie, die Geschichte und

das Erbe des Kapitalismus widmet. Das Museum bemüht sich, das öentliche Verständnis des

Kapitalismus durch vielfältige Programme zu verbreitern: Ausstellungen, die von einem

multidisziplinären Team von Kurator_innen, Historikern_innen, Ökonom_innen, Pädagog_innen,

Schriftsteller_innen, Künstler_innen und Designer_innen organisiert werden. Es widmet sich darüber

hinaus der Forschung und Publikation – Sammeln und Erhalten von materiellen Beweisen, Kunst und

Artefakten, die im Zusammenhang mit dem Kapitalismus stehen. Mehr über bisherige Projekte der

Gruppe hier: http://www.ictilis.com/ Sarrita Hunn , ist eine interdisziplinärer Künstlerin, deren kollaborative Praxis sich auf das kulturelle, soziale und politische Transformationspotenzial künstlerbezogener Aktivitäten fokussiert. Sie ist

Mitbegründerin und Redakteur von “Temporary Art Review”, eine Online-Plattform für

zeitgenössische Kunstkritik, die sich auf alternative Räume und den kritischen Austausch zwischen

verschiedenen Kunstgemeinschaften konzentriert. Für aktuelle Projekte besuchen Sie ihre

Webseiten: http://instituteforautonomouspractices.org/, http://www.sarritahunn.com/ und

http://temporaryartreview.com/



Museums of Capitalism is the public culmination of a daylong summit between three international

projects bearing the same name including Museum des Kapitalismus (Berlin), Musee du Capitalisme

(Brussels), and Museum of Capitalism (Oakland). Moderated by Sarrita Hunn (cofounder/editor

of Temporary Art Review), this panel discussion aims to examine the institutions and systems at

play, the role of exhibitions in education and empowerment, and the politics of placing capitalism

in a museum.

The Museum of Capitalism in Berlin was launched as a project in 2013 and shows in its exhibitions

the connections between the ruling economic system and its complex facts in a low-threshold and

understandable way. Through interactive exhibits, visitors have the opportunity to relect and

discuss the functions and eects of capitalism. The project doesn’t just want to close the thematic

gap in the museum landscape, but as a "museum from below" it also breaks with classical museum

objectives and is a place for political education. In addition to exhibitions, the project group also

organizes events and workshops on the subject.

Find more informations here: http://museeducapitalisme.org/ The Musée du Capitalisme in Brussels has been created by students who wanted to create a space

for discussing the society and the economic system they live in. Since February 2014 their exposition

has taken place in Namur, Saint Gilles, and Laeken. They have reached more than 15 000 people in

the context of an individual or guided visit. The organization is also active in schools and in the

public space. In their exhibitions following issues, amongst others, are addressed: the notion of

eternal growth, the disconnection of our inancial system with the natural resources, the oshoring

of production and the unequal relations in the production chain.

Find out more: http://museeducapitalisme.org/

This June the Museum of Capitalism is opening in Oakland (US) as an institution dedicated to

educating this generation and future generations about the ideology, history, and legacy of

capitalism. Representing the collaborative eorts of a multidisciplinary team of curators, historians,

economists, educators, writers, artists, and designers, the Museum strives to broaden public

understanding of capitalism through multifaceted programs: exhibitions; research and publication;

collecting and preserving material evidence, art, and artifacts related to capitalism; and

commemorations, reenactments, and other events. More about current projects from the group

you can ind here: http://www.ictilis.com/

Sarrita Hunn is an interdisciplinary artist whose often collaborative practice focuses on the

culturally, socially and politically transformative potential of artist-centered activity. She is

co-founder/editor of Temporary Art Review, an online platform for contemporary art criticism

that focuses on alternative spaces and critical exchange among disparate art communities.

For recent projects visit her websites: http://instituteforautonomouspractices.org/ and

http://www.sarritahunn.com/


Mit freundlicher Unterstützung des Emily Hall Tremaine Exhibition Award.

With the kind support of the Emily Hall Tremaine Exhibition Award.



Sa. 11.03 | 20:00 - 22:00 | Einlass/Bar 19:30 | Eintritt frei

Sa. 11th | 8pm - 10pm | No Admission