Gespräch | Film | Institut für Widerstand im Postfordismus

Zwang und Arbeit

Abschlussveranstaltung der Residenz in der Vierten Welt von Label Müller*****


Sa.25.03 | 12:30 | Matinee | Eintritt frei


Das Institut für Widerstand im Postfordismus arbeitet zum ersten Mal konkret historisch. Für ein neues Projekt, das im Juli 2017 Premiere auf dem Gelände des Tempelhofer Flughafens Premiere haben wird, liegt ein großer Brocken vor uns: Wir setzen wir uns mit der Zwangsarbeiter*innengeschichte des dritten Reiches auseinander und arbeiten dabei am Originalschauplatz Tempelhofer Flughafen, der als eine der NS-Großanlagen realisiert wurde und später auch zum Ort für Zwangsarbeit wurde. Fokus unserer Arbeit ist die Erforschung der Bedeutung von Musik während der Zwangsarbeit. Welche Rolle hat Musik – das gemeinsame Singen und Musizieren – im Spannungsfeld zwischen Überlebensstrategie/emotionaler Verarbeitung und fremdbestimmter Zwangsausübung gespielt?

Während der Residenz werden wir Quellenrecherche betreiben und eine Materialsammlung für die Stückentwicklung erstellen. Zudem werden wir das performative Setting kreieren und ausprobieren. Uns interessiert nicht bloß eine historische Aufarbeitung des Themas, sondern wir fragen uns, wie wir mit unserer künstlerischen Arbeit auch aktuelle Bezüge herstellen können, etwa zum aufkeimenden Rechtsruck und damit verbundenen Rassismus- und Diskriminierungstendenzen oder zu der Frage, wo und wie, und in welchen Kontexten welche Formen Zwangsarbeit in der Gegenwart vorkommt.


Am Sa 25.3.17 um 12:00 öffnen wir unsere Arbeit zu einer Diskussion mit anschließender Filmsichtung. Mit dabei sind Angelika Waniek und Bianca Schröder. Wir zeigen den Film „Szukając Emila - Looking for Emil“ von Angelika Laumer und Itamar Lerner.

Wir laden um 12h zur Matinee in die Vierte Welt.


Von und mit Institut für Widerstand im Postfordismus + Gäste