Premiere

Lina Krüger

Als Nonne und als Verletzter

20. Mai 2018 I 21 Uhr | Bar /Kasse: 20: 30 | Eintritt: 7 Euro

Reservierung: karten@viertewelt.de

»Ich taumele hier herum, auf der Suche nach einer Salbe und bin fast sicher, dass dort eine Tür war oder zumindest ein Haufen Stroh. Ich schmiege mich in den Raum soweit das geht. Starre in die Birne bis es violett wird. Eine Verletzung ohne Anfang und Ende. Der Hausflaum lichtet sich. Rechts und links zwei Löwen: Ich erkenne dich nicht!«


L. Krüger erarbeitet eine labyrinthische Miniatur zwischen Konzert, Installation und Performance. In ihren Songs und Texten kreuzen sich kontemplative Naturwahrnehmung und Cyborg-Ästhetik, trifft die paradoxe Formulierung von Zen-Schriften auf die Trostlosigkeit von Spamordnern und den Baulärm von Gegenüber.

Die Nonne und der Verletzte sind hier Repräsentanten eigener seelischer Anteile und Sehnsüchte. Faustische Sinnsuche und soziales Engagement, Rückzugsfantasien und der Wunsch nach Einmischung, dekadenter Ästhetizismus und mütterliche Aufopferung sind die Pole zwischen denen die Performerin verzweifelt und verzückt zu vermitteln versucht.


L. Krüger ist Perfomerin und Songwriterin. Mit der Company Talking Straight erarbeitete sie in den letzten Jahren Performances u.a für das Maxim Groki Theater Berlin, die Sophiensaele Berlin, das Theater Neumarkt Zürich und die Münchner Kammerspiele. Unter dem Pseudonym Eisenmaus schrieb sie erstmals Songs und Musik. Zuletzt wirkte sie als Sprecherin an dem Hörspiel »Diven« von Hans Unstern mit. Im Juni dieses Jahres leitet sie zusammen mit Simone Dede Ayivi das Jugendtheaterprojekt „No Solo“. Vorstellungen sind am 26. und 27. Juni in den Sophiensaelen Berlin.


Sprache: Deutsch

Outside-Eye: Anja Kerschkewicz, Jonas Grawert

Kostüm: Louisa Krüger


Spieldauer 1 Stunde


Gefördert durch die Einstiegsförderung der Berliner Senatskanzlei für Kultur und Europa. Die Performance entstand im März 2018 bei einer Residenz im Ballhaus Ost.