Lesereihe Lyrik und Poetik


artiCHOKE [ Seit Feb. 2016 [at] Vierte Welt ]

In der Berliner Lesereihe für Lyrik und Poetik begegnen sich AutorInnen aus deutsch- und anderssprachigen Kontexten, deren Schnittpunkte Diskussion und Austausch versprechen.

Zu jeder Veranstaltung erscheint ein Booklet mit exemplarischen Arbeiten, einer kurzen kritischen  Einführung und Übersetzungen.


The reading series, based in Berlin, features poetry and discussions on poetics. The series aims to bring together poets both from the German-speaking context and from other countries/languages, whose work offers points of intersection, and can spark discussion and exchange.

Each reading will be accompanied by a small booklet that will include a work sample from the poets, as well as a short critical introduction and translations.


Leitung: Charlotte Thießen & Joel Scott

artiCHOKE is now hosted by the Vierte Welt and supported by the Berliner Senat.



artiCHOKE #14

Artichoke #14 mit NAT RAHA (UK), ANNE BOYER (US), RAFAEL MANTOVANI (BR/DE)



Anne Boyer, Lyrikerin und Essayistin, stammt aus Kansas City. U.a. veröffentlichte sie die Gedichtbände "The Romance of Happy Workers", "My Common Heart und Garments Against Women". Zuletzt erschien "A Handbook of Disappointed Fate", eine Sammlung von Essays, Fabeln und Ephemera. "The Undying", Memoiren, die von Krebs, Pflege und der Erfahrung des eigenen Körpers in der Geschichte handeln, wird nächstes Jahr bei FSG (US) und Penguin (UK) erscheinen. 2018 wurde sie von der Foundation for Contemporary Arts mit dem Cy Twombly Award for Poetry ausgezeichnet und ihr Band Garments Against Women gewann 2016 den CLMP award. Derzeit ist sie Fellow der Judith E. Wilson Stiftung für Lyrik der Cambridge University und Dozentin für Liberal Arts am Kansas City Art Institute, wo sie Literatur, Philosophie und Kreatives Schreiben unterrichtet. 


Nat Raha ist Lyrikerin und trans/queer Aktivistin. Sie lebt in Edinburgh, Schottland, hat zahlreiche unabhängige Publikationen veröffentlicht sowie drei Gedichtbände "of sirens/body & faultlines" (Boiler House Press, 2018), "countersonnets" (Contraband Books, 2013) and "Octet" (Veer Books, 2010). Derzeit promoviert sie über queeren Marxismus und zeitgenössische Lyrik an der University of Sussex und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsprojekt Cruising the Seventies: Unearthing Pre-HIV/AIDS queer sexual cultures am Edinburgh College of Art. Sie ist Mitherausgeberin der Fanzine Radical Transfeminism. 


Rafael Mantovani, 1980 in São Paulo geboren, lebt derzeit in Berlin und Porto. Seine Gedichte wurden in diversen Print- und Onlinepublikationen veröffentlicht, u.A. "Modo de usar & Co.", "escamandro", "Enfermaria 6", "Leopardskin and Limes", "Stadtsprachen", "Lado 7", "Rosa" und "Opiniães". Er hat an zahlreichen Festivals und Literatur-Events teilgenommen, darunter die Latinale (2013), Queer Stories in Another Country (2015), das Stadtsprachen Festival (2016), die Hafenrevue Reloaded (2017), das Poesiefestival Berlin (2017), der Printemps Littéraire Brasilien (2018) und das Pisa Book Festival (2018). 2011 wurde sein Buch "Cão" bei Hedra (São Paulo) veröffentlicht. Sein nächstes Buch soll 2019 erscheinen.


Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa



Archiv


artiCHOKE #13

13. Auflage der mehrsprachigen Lyriklesung in der Vierten Welt in Berlin - Kreuzberg.

artiCHOKE ist eine Lese- und Publikationsreihe für zeitgenössische Lyrik und Übersetzung.  

AutorInnen aus verschiedenen literarischen und kulturellen Kontexten lesen aus ihren Werken; Übersetzungen und einleitende Texte zu ihrer Arbeit erscheinen in der veranstaltungsbegleitenden Publikation.

Diesmal mit FRANCES KRUK (PL/CA) | KINGA TÓTH (HU/DE) | FÁTIMA VÉLEZ (COL/US)


MIt freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa


artiCHOKE #12 | Sonntag 3. Juni 2018


Hurra! Die artiCHOKE Lesereihe geht auch 2018 weiter! Diesmal mit:


Birgit Kreipe, geboren in Hildesheim, arbeitete zunächst als Buchhändlerin und studierte später Psychologie und Neuere Deutsche Literatur in Marburg, Wien und Göttingen. Neben ihrer klinischen Tätigkeit veröffentlichte sie Gedichte u.a. in der „FAZ“, in „Lichtungen“, „Ostragehege“ und „Edit“, und im „Jahrbuch der Lyrik“. Ihr Gedichtband „schönheitsfarm“ erschien 2012 im Verlagshaus J. Frank. 2016 erschien ihr jüngster Band „soma” bei kookbooks.


Jackie Wang ist Lyrikerin und Theoretikerin, Performerin und Antigefängnis-Aktivistin. 2018 erschien ihr Buch „Carceral Capitalism“ bei Semiotext(e). Des Weiteren ist sie Autorin zahlreicher Chapbooks, u.a. „On Being Hard Femme“, „Memoirs of a Queer Hapa“, „The Phallic Titty Manifesto“ und „Tiny Spelunker of the Oneiro-Womb“ (Capricious). Zur Zeit promoviert sie an der Harvard University in African Studies und African American Studies.


Samuel Solomon ist gebürtiger New Yorker und Autor der Gedichtbände „Life of Riley“ (Bad Press 2012) und „Special Subcommittee“ (Commune Editions 2018). Gemeinsam mit Jennifer Kronovet und Faith Jones übersetzte er „The Acrobat: Selected Poems of Celia Dropkin“ (Tebot Bach, 2014). Er unterrichtet an der University of Sussex und ist Leiter des Centre for the Study of Sexual Dissidence.


Mit großzügiger Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.


artiCHOKE #11 | Samstag 16. Dezember 2017

mit Lesungen und Performances von Monika Rinck (DE), Lisa Jeschke (DE), Verity Spott (UK) und Olivier Nourisson (FR). Gedichte sowie Übersetzungen und kurze Einleitungen erscheinen auch diesmal in einem Booklet.


Monika Rinck studierte Religionswissenschaft, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik. Seit 1989 veröffentlichte sie ihre Lyrik in diversen Verlagen. Bei kookbooks erschien im Frühjahr 2012 ihr jüngster Lyrikband „HONIGPROTOKOLLE“, für den sie den Huchel-Preis erhielt. Im Frühjahr 2015 folgte „RISIKO & IDIOTIE, Streitschriften“, im selben Verlag. Monika Rinck ist Mitglied im P.E.N.-Club, der Lyrikknappschaft Schöneberg, der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2015 erhielt Monika Rinck den Kleist-Preis und 2017 den Ernst-Jandl-Preis. Im Jahr 2017 kuratierte sie das Festival POETICA in Köln. Sie übersetzt gemeinsam mit Orsolya Kalász aus dem Ungarischen, kooperiert mit Musikern und Komponisten und arbeitet als Dozentin. In Kürze erscheint der Prosaband „KRITIK DER MOTORKRAFT“ im brüterich Verlag.


Verity Spott schreibt, performt, musiziert und arbeitet als Pflegekraft in Brighton. Von Spott erschienen u.a. „Mutiny Aboard the the RV Felicity“ (Tipped Press i.E.), „Kate's Dream Diamond Anti-Fatigue Matting Surface“ (Crater Press), „We Will Bury You“ (Veer Books), „Click Away Close Door Say“ (Contraband), „Trans* Manifestos“ (Shift Valley), „Balconette“ (Veer Books) und „Gideon“ (Barque Press). Verity Spott tritt in Soloperformances und mit der Improvisationsgruppe Wolf Kid Theatre auf. Spott spielt Cello in Improvisationsgruppen wie Four Manatees und performt Ton-Collagen mit Binnsclagg.


Lisa Jeschke und Lucy Beynon machen gemeinsam Theater. Derzeit schreiben sie das Stück „The Decline and Fall of the Home Office“ (Verfall und Untergang des Innenministeriums), aus dem Lisa Jeschke an diesem Abend lesen wird. 


Olivier Nourisson entwirft seit zwanzig Jahren künstlerische Formen an den Grenzen der Welten. Indem er die Fragmentierung von Wissen und Fakultäten infrage stellt, produziert er unerwartete Assoziationen und eröffnet neue Räume. 

2010 entwickelte er Fashion Garage, 2014 den Verlag und Lesungen “anti-Aufklärung” und 2017 das Magazin „Architecture & Poésie“. Seit 2014 arbeitet er regelmäßig in Orten der psychiatrischen Versorgung.


Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds


Englisch, Deutsch, Französisch


artiCHOKE  #10 | Sonntag 22. Oktober 2017


Daniela Seel, geboren 1974 in Frankfurt/M., lebt als Dichterin und Verlegerin von kookbooks in Berlin und Frankfurt/M. Daneben arbeitet sie u.a. als freie Lektorin, veranstaltet, unterrichtet, juriert und übersetzt, zuletzt Lisa Robertson und Rozalie Hirs. Sie ist aktiv bei KOOK e.V. und im Netzwerk freie Literaturszene Berlin, hat dazu zahlreiche internationale Auftritte und Kollaborationen, u.a. mit dem Illustrator Andreas Töpfer und dem Tänzer David Bloom. Daniela Seel veröffentlichte die Gedichtbände „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“ (kookbooks 2011) und „was weißt du schon von prärie”, (kookbooks 2015), sowie gemeinsam mit Frank Kaspar das Radiofeature „was weißt du schon von prärie”, SWR/DLF 2015.


Miguel Cardoso, 1976 in Lissabon geboren, ist Lyriker und Übersetzer. Er ist Mitglied des Kollektivs „Unipop“ und Mitarbeiter der Zeitschrift „Imprópria“. Seine Gedichte erschienen  u.a. in  „Textos & Pretextos”, „Relâmpago, Intervalo”, „Flanzine” und „Gratuita” sowie auf dem Blog „Enfermaria 6” und im Sammelband „Hidra“ (Língua Morta, 2015). Von ihm erschienen sieben Gedichtbände: „Que se diga que vi como a faca corta“ (Mariposa Azual, 2010), „Pleno Emprego“ (Douda Correria, 2013), „Os engenhos necessários“ (&etc, 2014), „Fruta Feia“ (Douda Correria, 2014), „À Barbárie seguem-se os estendais“ (&etc, 2015), „Víveres“ (Tinta da China, 2016) und „Mais de mil anos“ (Douda Correria, 2017). Er lebt und arbeitet in Lissabon.


Sarah Hayden veröffentlichte die Chapbooks  „Exteroceptive” (Wild Honey), „System Without Issue” (Oystercatcher) und „Turnpikes” (Sad Press). Ihre Gedichte erschienen u.a. in „Golden Handcuffs Review”, „Steamer”, „Internal Leg”, „Cutlery Review”, „Tripwire” und auf „datableed”. Des Weiteren kooperiert sie mit bildenden Künstlern und schreibt Texte für Performances. Sie unterrichtet am Institut für Anglistik der University of Southampton, wo sie das Zentrum für Moderne und Zeitgenössische Literatur leitet und die Lesereihe Entropics organisiert.


Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds


Englisch, Deutsch, Portugiesisch


artiCHOKE  #9 | Sonntag 9. Juli 2017


Don Mee Choi ist die Autorin von „Hardly War“ (Wave Books, 2016), “The Morning News Is Exciting” (Action Books, 2010) und des Chapbooks „Petite Manifesto” (Vagabond, 2014) sowie eines Pamphlets mit Aufsätzen „Freely Frayed,ㅋ=q, Race=Nation” (Wave Books, 2014). Sie übersetzt zeitgenössische koreanische Lyrikerinnen. Ihre Übersetzung von Kim Hyesoons „Autobiography of Death“ wird 2019 bei New Directions erscheinen. Sie wurde u.a. mit dem Whiting Writers Award, dem Lannan Literary Fellowship und dem Lucien Stryk Translation Preis ausgezeichnet. Zurzeit arbeitet sie als Herausgeberin zusammen mit Joshua Beckmann an einem Buch des avantgardistischen koreanischen Lyrikers der 30er Jahre Yi Sang. Choi wurde in Seoul geboren und kam über Hongkong in die Vereinigten Staaten. Derzeit lebt sie in Seattle. Zudem übersetzt sie für das International Women’s Network Against Militarism.


Adelaide Ivánova (1982, Recife) ist brasilianische Aktivistin und Journalistin. Sie arbeitet dabei als Lyrikerin, Photographin, Übersetzerin und als Herausgeberin. Von ihr erschienen drei Bücher: „autotomy“ (...) (São Paulo: Pingado-Prés, 2014), „Polaróides“ (Recife: Césarea, 2014) und „O martelo“ (Lissabon: Douda Correria, 2016/Rio de Janeiro: Garupa, 2017). Derzeit gibt sie das anarchistische-feministische Magazin „MAIS PORNÔ, PVFR!“ heraus und schreibt für „Revista Pessoa“ einen monatlichen Beitrag über in Deutschland lebende, nicht-deutsche LyrikerInnen. Ivánova pendelt zwischen Berlin und Köln.


Mara Genschel, geboren 1982 in Bonn, lebt derzeit in Stuttgart. Studium an der Hochschule für Musik Detmold und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2012 startete sie ihr eigenes Publikationskonzept „Referenzfläche“, in dem sie Texte mit handschriftlichen und anderen manuellen Eingriffen realisiert und in kleinen Auflagen zum Selbstkostenpreis vertreibt. Bisher erschienen fünf Ausgaben. Der 2015 von Bertram Reinecke herausgegebene Materialband „Mara Genschel Material“ enthält Faksimiles dieser Arbeiten sowie begleitende Essays von Kritikern und Kollegen. Weitere Einzelveröffentlichungen: „Tonbrand Schlaf“ (2008), „Vom Nachtalpenweg” (2009), „Cute Gedanken” (2017) und zuletzt das Hörspiel „Villa Genschel” (2017).

https://referenzflaeche.com/

https://hoeherevasen.wordpress.com/


Sian Vates Gedichte sind in „Cordite“, „otoliths“ und „Chalk“ erschienen. Ihr Chapbook „end motion / manifest“ wurde 2015 von Bulky News Press veröffentlicht. Sie wurde in Bathurst, New South Wales geboren und lebt derzeit in Melbourne, wo sie für den Gewerkschaftsbund und als Redakteurin der Literaturzeitschrift „Overland“ arbeitet.


Mit freundlicher Unterstützung des HKF.


So.16.12.2018 | 19:30 | Freier Eintritt | Lesung