Institut für Widerstand im Postfordismus


Welche Revolution(en) werden wir erlebt haben werden? (Futur III)

Work in Progress: Forschen am Widerstand


Performance | Workshop | Diskussion



[ Seit Nov. 2014 ]



Im April zu Gast im Institut für Widerstand im Postfordismus:


Do. 21. April | 20:00

Tadzio Müller (Ende Gelände, RLS)

Techniken des Widerstands: Klimagerechtigkeitsaktivismus und ziviler Ungehorsam


Fr. 22. April | 20:00          

Andrea Vetter (HU Berlin, Degrowth Website)

Strömungen des Widerstands: Postwachstum


„Wir konstatieren, dass der Postfordismus in Folge von Transformationen der klassischen kapitalistischen Verwertungsstrategien zur Privatisierung von Gemeinwohl und zur Vermarktung von Naturressourcen und geistigen Ressourcen geführt haben wird. Er wird zu einer kompletten Durchökonomisierung unserer Lebenswelt geführt haben, die den Höhepunkt des Erträglichen im Zuge der späten 2010er Jahre erreicht haben wird. An diesem Höhepunkt wird sich – endlich – großflächiger Widerstand formiert haben werden.“ (Auszug aus dem Gründungsmanifest)


Unter dem Motto „Wir müssen Gegengeschichte schreiben“ (Harald Welzer) forscht das Institut für Widerstand im Postfordismus seit dem Sommer 2014 zu Widerstandsformen im Zeitalter des Postfordismus. Ein zentraler Arbeitsbereich des Instituts ist dabei die Erstellung von Prognosen – wie wird sich der Widerstand bis 2029 weiterentwickeln? Auch 2015/16 lädt das Institut zu seiner offenen Forschungsplattform „Forschen am Widerstand“ in die Vierte Welt ein, bei der Gäste aus Theorie und Praxis Einblicke in Techniken und Instrumente des Widerstands geben. Nach einem Input in Form von Lectures öffnet sich die Runde workshopartig: Gemeinsam kann die Zukunft des Widerstands geplant werden.

Im Dezember werden wir mit Mitgliedern der Bewegung des Konvivialismus und vom denkzentrum│demokratie darüber diskutieren, welche Visionen für unsere Gesellschaft sie entwickelt haben und welche Vorstellungen des zukünftigen Zusammenlebens sie vorschlagen. Debattieren wollen wir unter anderem, inwieweit das Veröffentlichen von Manifesten eine Form des Widerstands sein kann und ob Transformationen unserer demokratischen Prozesse als Formen des Widerstands und Gegenentwurfs wirksam werden können.

Welche Kraft geht von Vorhersagen aus? Wie können wir mir Prognosen (revolutionäre) Veränderungsprozesse auslösen? Dazu werden wir im Januar gemeinsam mit unseren Gästen Marcus Steinweg und Stefan Heidenreich spekulieren: Sie geben dem utopischen Überschuss kollektiver Zukunftsvisionen in einem „überstürzten Denken“ Raum.

Im Februar und März wird es dann um konkrete Instrumente und Strömungen gehen: Wie können wir mit kreativen Formen des Widerstand wie „City-Hacking“ verändern, wie wir in unseren Städten wohnen und leben? Wie kann Nudging als subversive widerständische Praxis eingesetzt werden? Wie werden sich Produktionsbedingungen der Textilbranche und die Mode revolutionieren?


„Die performative Intervention ‚Institut für Widerstand im Postfordismus‘ versucht es anders. Intellektueller und zeitgemäßer. (…) Einen sympathischen Aktivierungsschub verspürt man beim Verlassen des Widerstands-Instituts dann tatsächlich.“

(Rezension auf nachtkritik.de zur Intervention des Instituts beim SPIELART Festival München)



Weitere Informationen: www.labelmueller.de  +  facebook


mit Vega Damm, Michaela Muchina, Elisa Müller, Inga Schaub, Joshua Wicke

Produktionsbüro ehrliche arbeit

Ein Veranstaltungsreihe des Instituts für Widerstand im Postfordismus und müller*****.

Das Projekt wurde ermöglicht durch flausen+ – young artists in residence.




Do. 21.04 + Fr. 22.04 2016 | 20:00 | Eintritt 5/3 Euro | Reservierung:  karten@vierteWelt.de

Juni 2015


11.06 | Luise Tremel (Stiftung Futur Zwei): Methoden der Widerstandsforschung: Transformation

12.06 | Theresa Züger (Alexander von Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft): Instrumente  

            des Widerstands: Digitaler ziviler Ungehorsam


Mai 2015


7. Mai - Tim Wihl (HU Berlin, Jura) - Instrumente des Widerstands: Verfassungsklage

8. Mai - Mira Assmann + Martin Nevoigt (Haus Bartleby) - Strömungen des Widerstands: NICHT tun


ARCHIV

12/2015 - 02/2016

[ Aktion Revolutionsautomaten für Kreuzberg ]


10.12 | Tom Wohlfarth (Denkzentrum Demokratie): Strömungen des Widerstands: Pro Demokratie

11.12 | Frank Adloff („Die Konvivialisten“, Universität Erlangen): Instrumente des Widerstands:

            Das konvivialistische Manifest


Januar 2016


08.01 | Stefan Heidenreich (Autor und Theoretiker) Instrumente des Widerstands:

           Spekulative Praxen

09.01 | Marcus Steinweg („Überstürztes Denken“) Instrumente des Widerstands:

           Behauptungsphilosophie


Februar 2016


11.02 | Caroline Rosenthal (Mietshäuser Syndikat)

Strömungen des Widerstands: Wohnraumpolitik

12.02 | Lars Zimmermann („The City is Open Source“)

Instrumente des Widerstands: City Hacking


Dezember 2015