Für eine Vierte Welt!

Kampagne Mai - Okt. 2014                                                      

Der Bestand der Vierten Welt war durch die Förderentscheidungen des Berliner

Senats vom Mai 2014 ab 2015 gefährdet. Wir dokumentieren hier unsere kleine

Kampagne gegen diese Beschlüsse.


Wir dokumentieren hier unsere kleine Kampagne gegen diese Beschlüsse.




19. Oktober 2014


Danke für Eure Unterstützung!

Im Mai 2014 erhielten wir vom Berliner Senat ablehnende Bescheide für eine zweijährigen Förderungen für 2015/16 ( Basis- und Spielstättenförderung ). D.h. der Vierten Welt wurde für 2015 die Förderung vollständig entzogen. Wir haben darauf mit einem Offenen Brief und einem Aufruf zur Unterstützung reagiert. Im Sommer gab es u.a. Gespräche in der Senatsverwaltung, auch mit Staatssekretär Tim Renner. Bei allem zum Ausdruck gebrachten Bedauern über die Entscheidung der Jury und der Kritik an einer verunglückten Kommunikation dieser Entscheidung wurde auf die Gültigkeit einer Juryentscheidung verwiesen. In diesen Gesprächen haben wir darauf bestanden, dass diese Entscheidung falsch ist und verweigert uns in ein Feld der Unschärfe: des Konsens über Verfahrensweisen oder verunglückte Kommunikation drängen zu lassen. Mit zwei Vertretern der im Sommer weitgehend neu besetzten Jury hatten wir ein angeregtes und offenes Gespräch.


Jetzt haben wir vom Senat die Mitteilung erhalten, dass uns eine einjährige Spielstättenförderung und eine sog. Projektförderung für 2015 zugesprochen wird. Wir freuen uns über die Entscheidung der Jury für Darstellende Kunst bei der Senatsverwaltung für Kulturelles. Damit ist der Bestand der Vierten Welt für 2015 gesichert. Bei aller Erleichterung, angesichts der bescheidenen Höhe der Förderung ist diese Entscheidung in mancher Hinsicht zwiespältig. Einerseits wird unsere Arbeit dadurch erleichtert, dass wir zum ersten mal eine Förderung in Höhe von 20.000 Euro für den Ort selbst erhalten und andererseits wird unsere künstlerische Arbeit mit einem auf 30.000 Euro geschrumpftes Produktionsbudget begrenzt.


Unser ausgesprochener Dank gilt all denen, die uns mit Sachverstand, Expertise, öffentlichen Statements und Engagement in unserer kleinen Kampagne gegen die Beschlüsse des Senats vom Mai 2014, unterstützt haben (siehe unten). Ohne diesen Zuspruch hätten wir diese Wende wohl nicht geschafft. Wir versprechen Euch die Arbeit an unserem Programm Für ein Theater nach dem Projekt wie bisher mit heiterer Entschlossenheit fortzusetzen und dabei keine politische Auseinandersetzung zu meiden. Wir freuen uns auf Euren Besuch in der Vierten Welt.

Unterstützt uns bitte weiter - sprecht über die Vierte Welt, Kommt!


Für die Vierte Welt


Dirk Cieslak

Dennis Daniel

Luisa Grass

Annett Hardegen

Mai 2014 bis Oktober 2014

Dokumentation

1. Offener Brief der Vierten Welt (05/14)

2. Unterstützer die Briefe und Stellungnahmen an den Staatssekretär Tim Renner verfasst haben.

3. Alle Stellungnahmen der Unterstützer im Wortlaut (pdf)

4. Pressespiegel (pdf)

5. Aufruf zur Unterstützung der Vierten Welt Kollaborationen (06/14)

6.Unterzeichner des Aufruf + Kommentare/Statements


1.Offener Brief

Dem Veranstaltungsort Vierte Welt Kollaborationen im Zentrum Kreuzberg am Kottbusser Tor droht ab 2015 die Schließung.


Die Vierte Welt wurde Ende 2010 auf Initiative der Schauspielformation Lubricat gegründet. Lubricat sieht auf eine 25jährige Geschichte zurück und hat u.a 1996 die Sophiensaele mitbegründet und dort mehr als 10 Jahre gearbeitet. Aus einer Kritik an der sog. Projektarbeit heraus, die Lubricat selbst Anfang der 90er Jahre mit erfunden hat, ist die Vierte Welt mit ihrem Programm für eine neue kollaborative Praxis entstanden. Dieses Selbstverständnis wendet sich gegen die Produktorientierung der Kunstproduktion und setzt auf Kontinuität und Koalition.


Es ist der Vierten Welt gerade in den letzten beiden Jahren gelungen neue Theaterformate und Produktionsformen zu etablieren und auf Austausch und Verständigung beruhende diskursive Veranstaltungsformen zu entwickeln. Hier  treffen sich theoretischer Diskurs [kritische Theorie/Philosophie], Performance/Theater, Kunst, Politik und Aktivismus auf Augenhöhe. Die Vierte Welt ist zum Aufführungs- und Produktionsort für eine Vielzahl von Künstlern geworden. Daneben gibt es vielfältige Vernetzungen mit anderen Institutionen, der Fachbereich Bühnenbild_Szenischer Raum TU Berlin sei hier nur als Stellvertreter erwähnt. Die Vierte Welt hat sich unter den Spielstätten der freien Szene in Berlin als feste Größe etabliert und erfreut sich gerade wegen ihres innovativen Konzepts

einer großen Aufmerksamkeit. Die Vierte Welt hat sich also ein klares und dabei innovatives Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Szene erarbeitet.


Diskursraum? Denklabor? …Vierte Welt… die gegenwärtig spannendste Philosophie-Plattform der Freien Szene. Offen für alle Formate. Zuschauen, mitreden, kochen, trinken. Dazu erfreuliche Projektreihen in Serie… Immer ein Gewinn.  Patrick Wildermann TIP Stadtmagazin 25/13


Die Jury des Berliner Senats für freie Gruppen zur Basis- und zweijährigen Spielstättenförderung spricht sich in ihrer Empfehlung gegen eine weitere Basisförderung der Gruppe Lubricat und gegen eine Aufnahme der Vierten Welt in die Spielstättenförderung aus. Damit steht dem Ort, der bislang aus den Mitteln der Basisförderung von Lubricat wesentlich mitfinanziert wurde, ab 2015 keinerlei Förderung zur Verfügung.

Wir bedauern den von der Jury, wie sie in ihrer ablehnenden Begründung schreibt,  "explizit formulierten Hoffnungen und Erwartungen an unseren Wachstums- und Entwicklungsprozess nicht entsprochen" zu haben. Als einen der drei Ablehnungsgründe nennt die Jury, dass wir "nicht ausreichend mit dem Umfeld interagiert" hätten. Das ist insofern richtig, als dass wir die kulturelle Kolonisation des sozialen Feldes ZENTRUM KREUZBERG nicht als unsere Aufgabe ansehen. Dies war nie Teil unseres Selbstverständnisses. Wir setzen hier eher auf offene Türen und gute Nachbarschaft. Absurd wird diese Begründung zusätzlich angesichts des 2013 sehr erfolgreich realisierten Programms DER BLOCK (vergl. http://www.viertewelt.de/2013_der_block.html), das sich mit dem Zentrum Kreuzberg auseinandersetzt (Video, Performance, Führung, Gespräch) und durch dieselbe Jury aus Projektmitteln gefördert wurde und jetzt Dank einer Wiederaufnahmeförderung des Senats, erneut ab dem 24. Mai zu sehen sein wird.

Der zweite von der Jury angeführte Punkt, der eine weitere Förderung verunmöglicht, ist die nicht durchgehend überzeugende Qualität der Arbeiten von Lubricat. Diesen Verweis empfinden wir als tendenziös. Bei durchschnittlich 5-6 neuen Arbeiten pro Jahr, die klar an ein innovativ-politisches Konzept der seriellen Produktion gebunden sind, mag es durchaus sein, dass es zu qualitativen Schwankungen kommt. Wichtiger erscheint uns der ernsthafte Anspruch, neue zeitgemäße Formen einer theatralen Praxis zu entwickeln. Leider scheint das Konzept für eine künstlerische Praxis jenseits des Projekts für die Jury nicht von Bedeutung zu sein. Im Gegensatz zu unseren Erfahrungen mit den Förderinstitutionen wie dem Hauptstadtkulturfonds, dem Fonds DAKU und Interkulturelle Projekte (Senat) haben wir bei der Jury des Senats den Eindruck gewonnen, das sie nicht willens ist, diesen durchaus radikalen und innovativen kunstpolitischen Impuls, der von der Vierten Welt ausgeht, zu würdigen. Der Hauptstadtkulturfonds hat in den letzten drei Jahren kontinuierlich Vorhaben verschiedener Künstler in der Vierten Welt gefördert. Der Fonds DAKU hat uns seit 2012 mit einer dreijährigen Konzeptförderung ausgestattet, die Ende 2014 ausläuft.

Auch nach den Förderrichtlinien des Senats ist die Förderung von Innovation ein zentrales Kriterium für die Freie Darstellende Kunst.                                               

Das sich die Vierte Welt keineswegs auf die Arbeiten von Lubricat reduzieren lässt und aus einer Vielzahl von kollaborierenden Künstlern und anderen Akteuren besteht, nimmt die Jury offensichtlich nicht zur Kenntnis. In diesem Zusammenhang sei der Vollständigkeit halber angemerkt, dass der dritte von der Jury angeführte Grund für die Ablehnung einer Förderung, sich in der "engen Verbindung" von Lubricat und Vierter Welt begründet. Diese "Verbindung" liegt erst einmal in der Natur der Sache - Lubricat hat die Vierte Welt möglich gemacht, aufgebaut und kofinanziert. Oder anders formuliert haben in den letzten drei Jahren 160 Veranstaltungen in der Vierten Welt stattgefunden, davon gehen 65 auf Lubricat und 95 sind durch andere Künstler und Mitstreiter realisiert worden. 2014 fanden bisher 28 Veranstaltungen statt, nur sechs davon waren Vorstellungen von Lubricat. Durch eine eigenständige Spielstättenförderung für die Vierte Welt sollte die finanzielle Verquickung mit Lubricat aufgehoben werden.

Schlussendlich möchten wir darauf hinweisen, dass ein von uns angefragtes Gespräch mit der Jury zur Erläuterung unserer Antragstellung nicht gewährt wurde.


Grundsätzlich ist die Schließung eines weiteren Spiel- und Produktionsortes, angesichts der rasant steigenden Immobilienpreise und des damit einhergehenden eklatanten Mangels an Räumen für die freie Kunst, ein großes Problem. Jeder Raum, der jetzt für die freie Szene verloren geht, kommt nicht wieder.


Wir fordern den Senat dazu auf, die Empfehlung der Jury zurückzuweisen und die Zukunft der Vierten Welt zu sichern.


Für die Vierte Welt Kollaborationen

Dirk Cieslak

Dennis Daniel

Annett Hardegen




(Stand 15.7.14)


2. Briefe und Stellungnahmen

Wir bedanken uns für ihre Briefe und Stellungnahmen an den Berliner Senat und Staatssekretär Tim Renner zur Unterstützung der Vierten Welt bei:


1.Christoph Hochhäusler, Regisseur und Ulrich Pelzer, Autor

2.Prof. Dr. Ludger Schwarte, Kunstakademie Düsseldorf

3.Dr. Christel Weiler, International Research Center, "Interweaving Cultures in Performance" Freie Universitaet Berlin

4.Prof. Albert Lang, TU Berlin, Bühnenbild_Szenischer Raum; Leitung lnterdlsziplinäres Raumlabor

5.Sophiensaele, Franciska Werner, künstl. Leitung und Kerstin Müller, Geschäftsführung

6.Winfried Wrede, Theater wrede, Oldenburg

7.Prof. Dr. Gerd Koch,  1.Vorsitzender der Gesellschaft für Theaterpädagogik e. V.

8.Theaterdiscounter, Berlin, Leitungsteam, M. Müller, H. Pelchen, G. Scharegg

9.HAU, Annemie Vanackere, künstlerische Leitung und Geschäftsführung

10. Maik Priebe, Regisseur, Leipzig

11. Dr. Stefanie Wenner, Kuratorin

12. Lukas Franke, Autor und Kurator, GarageX, Wien

13. Felicita Reuschling für „Counterplanning from the kitchen“ | Berlin

14. Dr. Konstanze Hanitzsch, Berlin

15. Gruppe müller*****, Inga Schaub, Kulturwissenschaftlerin und Dramaturgin

16. Heike Pelchen, freie Dramaturgin, Leitungsteam Theaterdiscounter, Berlin

17. Philine Rinnert, Bühnenbildnerin, Berlin

18. Cecilie Ullerup Schmidt | Performerin | künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin im BA Studiengang „Tanz, Kontext, Choreographie“ am HZT Berlin.

19. Mariel Jana Supka, Performerin/Schauspielerin, Doktorandin und Gastdozentin im Fachbereich Performance Studies University of Roehampton, London, UK

20. Prof. Dr. Johannes Kniffki, geschäftsführender Vorstand ITTS - Institut für Transnationale und Transkulturelle Sozials Arbeit / An-Institut der Alice Salomon Hochschule Berlin

21. Dr. Daniel Plöeger | Performance Arts Course Leader | The Royal Central School of Speach and Drama, London

22.Primavera&Maas | Bühnenbildner | Berlin



3. Stellungnahmen und Briefe

pdf [ Stellungnahmen_Briefe an Berliner Senat.pdf ]



4. Pressespiegel

pdf [ vierte_welt_pressespiegel.pdf ]



5.Aufruf

Mit Unverständnis haben wir zur Kenntnis genommen, , dass der Bestand der Vierten Welt durch eine Entscheidung der Jury, die in Berlin über die Förderung freier Gruppen, entscheidet, ab 2015 gefährdet ist.

In der Berliner Kulturlandschaft ist die Vierte Welt ein einmaliger Ort  des öffentlichen Denkens und Experimentierens.  Die Vierte Welt bringt Darstellende und Bildende Kunst, kritische Theorie und Philosophie, Gegenwartsliteratur und politischem Aktivismus in einem Raum zusammen, um in wechselseitig produktiven Austausch zu treten und erzeugt dabei einen kontinuierlichen Prozess der Verständigung über unsere Gegenwart in Theorie und Praxis.  Hier werden neue Formen und Konzepte für das Theater, die Performancekunst und für eine Kultur des Gesprächs sichtbar, die die Grenzen zwischen den Sphären von Kunst, Theorie und Politik unterwandern.


Die Unterzeichner_innen fordern den Senat von Berlin auf, den Bestand und die Zukunft der Vierten Welt zu sichern.

Unterstützt die Vierte Welt, unterzeichnet den Aufruf für die Vierte Welt !

Sendet eine Email mit Namen, Beruf, Institution/Funktion und Wohnort an [ aufruf@viertewelt.de ]

( gerne mit einem Kommentar )



6. Unterzeichner des Aufrufs

Wir bedanken uns bei allen, die unseres Aufruf bisher unterstützt haben.


Anne Gräfe | Europa-Universität Viadrina  Frankfurt (Oder) | Berlin

Hallo,

ich arbeite an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Brandenburg. Viele unserer Lehrenden, Mitarbeitenden, Studierenden (und auch ich selbst) leben und arbeiten und erfahren ihr politisches Sein im nahen Berlin - die Vierte Welt ist einer der wenigen Orte, die dem Werden dieser Erfahrung Rechnung trägt, im unabhängigen Gespräch, im Augenblick der Performance und in den so anderen Diskussion über die Themen, die nicht verhandelt werden, die nicht mal richtig sichtbar waren.

Danke!

Wenn also auch die Universitäten im Umland von diesem kleinen Projekt nur positives zu berichten wissen - warum sollte es nicht weiter gefördert werden!? Weil es keine Mehrheit anspricht? Nein, denn die Vierte Welt macht die kleinen Dinge sichtbar, die dann zu großen Debatten werden. Weil sie zu elitär ist? Quatsch, das ist eine Zuschreibung derer, die bloße Masse als Gewicht und Legitimation zulassen.

Mit den besten Grüßen, Anne Gräfe


Frithwin Wagner-Lippok | Theaterregisseur und Autor | Institut del Teatre Barcelona

Mit Nachdruck trete ich für eine weitere öffentliche Förderung der Kulturarbeit der Vierten Welt ein. Neben ihrer Funktion als Forum kulturphilosophischer Auseinandersetzungen ermöglicht dieser Ort und seine Betreiber nicht-kommerzielle, integrative und sehr unterschiedliche cross-culture- und cross-genre-Aufführungen und -Veranstaltungen und erfüllt so mitten in einem sozial auseinanderstrebenden Berliner Brennpunkt eine unschätzbare politische Aufgabe.


Ana Berkenhoff | Schauspielerin/Theatermacherin | London/Gießen


Juliane Rebentisch | Professorin für Philosophie und Ästhetik | Hochschule für Gestaltung Offenbach


Marc  P. Gabriel | Student im BA Studiengang „Tanz, Kontext, Choreographie“ | HZT Berlin


Michael Leykauf | Berlin

Vierte Welt muss bleiben. Unbedingt unterstützen.


Jennifer Aksu | Kulturproduktion und Spielemacherin | Berlin

Nicht bloß die Viertel Welt, auch alle weiteren von Kürzungen, Umschichtungen und Streichungen bedrohten Freie Kulturprojekte müssen geschützt und unterstützt werden.


Sandor Marazza | Übersetzter | Berlin/Locarno (Schweiz)


Lena Mody | Bühnenbildnerin | Berlin


Martina Hefter | Leipzig

Ich will, dass die vierte welt bleibt!


Manuel Falkenhahn | Student der Architektur | Berlin


Karsten Velbinger | Berlin

Ich unterstütze hiermit den Aufruf für die "Vierte Welt"!


Muriel Nestler | Kostümkollektiv e.V. | Berlin

Ich unterzeichne den Aufruf im Namen des Kostümkollektivs für die Fortsetzung der Unterstützung der Vierten Welt durch den Senat, weil die Vierte Welt ein so bisher nicht existenter Ort für Fach- und Genreübergreifende Formate und Projekte ist. Wegen dieser ungewöhnlichen Ausrichtung halten wir die Unterstützung für notwendig.

Wir sind Bühnen- und Kostümbildnerinnen, Regisseur_Innen und Performer_Innen, sowie Mode-Designer_Innen, Schneider und Theoretiker.


Dr. Wolfgang Lenk | BVV-Friedrichshain-Kreuzberg | Fraktion B'90/Die Grünen

Ein zukunftsweisendes und sehr anspruchsvolles Projekt - genau das was wir brauchen!


Rose-Anabel Beermann | Choreographin | Performerin | wissenschaftliche Autorin | Berlin

Die Vierte Welt ist für mich einzigartig in der Berliner Kulturlandschaft da sie sich nicht als 'kulturelle Institution' begreift sondern offen ist für jegliche Formate und künstlerische Vorschläge. Es ist kein exklusiver Ort, sondern eine Plattform, auf der sich Theorie und Praxis, bildende Kunst und Theater, Berufsanfänger und erfahrene Theaterschaffende und Wissenschaftler treffen können. Es war aus diesen Gründen eine gute und bereichernde Erfahrung, mein letzte Performance 'Show me how' dort zu produzieren und zu präsentieren, welche vom Berliner Senat im Rahmen Einstiegsförderung 2014 unterstützt wurde.


Stephanie Hanna | Bildende Künstlerin | Berlin

Die vierte Welt ist ein wichtiger Treffpunkt und eine Plattform für diskursive zeitgenössische

Theaterformen, erhaltet sie!


Holger Hutt | Übersetzer | Berlin


Stephanie Hanna | Bildende Künstlerin | Berlin

Die vierte Welt ist ein wichtiger Treffpunkt und eine Plattform für diskursive zeitgenössische

Theaterformen, erhaltet sie!


Alice Ströver | Staatssekretärin a.D. | Geschäftsführerin Freie Volksbühne Berlin e.V.L

Lieber Dirk Cieslak,

Berlin braucht die Vierte Welt!

Viele Grüße von der Freien Volksbühne Berlin!


Bettina Scheuritzel | Schauspielerin | Aachen/Berlin



Irene Mattioli | Regisseurin | Berlin

Die Vierte Welt darf nicht untergehen!!!!!


Judith Kleinschmidt |  Autorin | Spatzenkino Berlin



Ulrike Jordan | Volontärin | Kunstraum Kreuzberg/Bethanien | Berlin



Andreas Wiebel | Lehrer, Sprachenatelier | Berlin



Peter Müller | Künstler und Autor | Potsdam/Berlin  

Theatrale Praxis und Theorie soll keine Bedingungen stellen, sondern beispielsweise schlechte Bedingungen, die etwa durch eine zu kritisierende Stadtpolitik verursacht wurde, pseudo-gemeinschaftlich vorort kurieren. Wo und wie Kunst und Theorie zur (lokalen) Gesellschaft steht, ist in dieser Förderungslogik eine ineffektive Reflexionspraxis – und hat wohl nichts mit Kultur, geschweige denn mit Theater zu tun.

Um diese Reflexion hat sich die Vierte Welt mit ihrem Programm immer wieder Verdient gemacht, und dies weder durch intellektuelles Verbarrikadieren, noch – dankenswerter Weise – durch ein kulturell qualitätsvolles Händchenhalten mit dem Kottbusser Tor. Der leider von der Jury nicht wahrgenommene „Wachstums- und Entwicklungsprozess“ ist daher voll im Gange und soll nun gestoppt werden!



Katharina Bergdoll | Psychologiestudentin | Berlin



Jan Bachmann | Filmemacher und Zeichner | Berlin



Loren Balhorn | Student | FU Berlin | Berlin



Anton Thun | Student | Die Linke.SDS



Ronda Kipka | Studentin | aktiv beim SDS | Berlin



Oskar Stolz | Student und Organisator von Diskussionsveranstaltungen des Netzwerks Marx21 in der Vierten Welt



Jonas Marx | freier Künstler | Berlin



ehrliche arbeit - freies Kulturbüro | Produktionsleitung / Dramaturgie / Projektentwicklung / Übersetzung | Kunstquartier Bethanien | Berlin

Liebe Vierte Welt, die gesamte ehrliche arbeit möchte hiermit sehr gern euch und euren Aufruf unterstützen.



Anja Sackarendt | Dramaturgin | institutionslos | Hamburg

Die Vierte Welt beleuchtet die Weite der Welt wie merkwürdige Nischen und ermuntert, genauer hinzusehen und wahrzunehmen, zu denken und zu handeln.



Christiane Beerbom | Dipl.-Psychologin | wissenschaftliche Mitarbeiterin | Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit fordere ich den Senat von Berlin auf, den Bestand und die Zukunft der Vierten Welt zu sichern.



Korstaan Mahal | Künstler | Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin für die sofortige Schließung aller kleineren Kulturinstanzen und für die Verhundertfachung des Etats von Oper, Schauspielhaus sowie der Nationalgalerie. Ein Großteil des Kulturetats sollte ab sofort für die anstehende Bewerbung um eine prachtvolle Olympiade zur Verfügung gestellt werden. Dieses ewige Theoretisieren in der Vierten, Fünften oder Sechsten Welt muss endlich ein Ende haben. Berlin braucht ein neues Image. Entweder die Kunst wird zu einer eigenen Sportdisziplin und profiliert sich im Konkurenzkampf der Sportkunstarenen durch grenzenlose Tüchtigkeit, Disziplin und der Bereitschaft sich geistig an die Bedürfnisse der Geldgeber anzupassen oder da wo gestern ein merkwürdiger und höchst suspekter Ort der Kommunikation und des formalen Experiments stand, sollte doch spätestens morgen ein ordentlicher Platz für die Übertragung von alternativlosen Sportgroßereignissen entstanden sein. Würde Shakepeare heut noch leben, er wäre der gleichen Meinung.

In der Hoffnung, dass die Vierte Welt weiterhin ein geförderter Ort des public working, public thinking und des public breathing bleibt, sende ich freundliche Grüße, K. Mahal



Christiane Beerbom | Dipl.-Psychologin | wissenschaftliche Mitarbeiterin | Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit fordere ich den Senat von Berlin auf, den Bestand und die Zukunft der Vierten Welt zu sichern.



Sonja Augart | Choreograph | Performer, Dramaturge | Feldenkrais Practitioner | Curator & teacher | Berlin



Matthias Breitenbach | Schauspieler | Stuttgart

Kommentar: Ich kenne in Deutschland wenige Theatrale Orte an denen so konsequent politisch und theatral gedacht und gearbeitet wird. Jenseits von Hippness und Gefälligkeitskultur. Ich halte die "Vierte Welt" für essenziell notwendig in einer Stadt wie Berlin. Eine Streichung der Förderung wäre zutiefst provinziell.



Maria Muhle | Professorin für Philosophie | Ästhetische Theorie | Akademie der Bildenden Künste München | Berlin/München



Rasmus Overthun | Kulturwissenschaftler und Soziologe | PhD-Net HU Berlin | BerlinI

Ich wüsste keinen zweiten Ort, an dem es so gut wie in der VIERTEN WELT gelingt, Theater-performance und philosophisches/gesellschaftspolitisches Gespräch zu verknüpfen und so ein Thema experimentell zu durchleuchten. Auch die besondere Räumlichkeit (mitten im Kiez) mit ihren ungewöhnlichen Wahrnehmungsperspektiven und der Verschiebung des üblichen Arrangements aus Bühne und Zuschauerraum ist dafür wichtig. Last but not least: Das Leitthema des Lebens im Neoliberalismus und gleichsam die Frage nach den Perspektiven der Selbstbestimmung und Souveränität des Subjekts halte ich für essentiell. Die VIERTE WELT und ihre engagierten Leute müssen unbedingt weiterhin gefördert werden!



Martina Neu | henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag | Berlin

Die ‚Vierte Welt‘ muss weiterhin gefördert werden, denn sie schafft tatsächlich den Zusammenhang Diskurs-Kunst-Diskurs, indem sie Räume öffnet und Begegnungen schafft, in der eine Kommunikation auf Augenhöhe selbstverständliche Prämisse ist.



Stephan Geene | bbooksz av | Berlin



Simon Kleinschmidt | Freiberuflicher Redakteur und Kurator u.a. Online-Redaktion Internationale Filmfestspiele Berlin | Berlin



Elisa Müller | Regisseurin | Performerin | Theater/Performance/Label müller***** | Berlin



Frank Sievers | Übersetzer | Berlin



Felix Meyer | freiberuflicher Dokumentarfilmer und Archivar

Hallo Vierte Welt, ich schließe mich dem an den Berliner Senat gerichteten Aufruf für den Erhalt der Vierten Welt ausdrücklich an.



Konstanze Schmitt | Künstlerin & Regisseurin | Berlin

(Ich habe unter anderem 2011 die Performance "Treffen sich zwei alte Kommunisten" in und mit diesem einmaligen Raum entwickelt und über einen langen Zeitraum kontinuierlich mit einer Gruppe in der Vierten Welt kleinere Veranstaltungen entwickelt und kuratiert.)

Die Vierte Welt hat sich seit Ende 2010 als Ort neuartiger Kollaborationen und Versuchsreihen in Berlin etabliert, der sehr verschiedene Akteurinnen und Akteure zusammengebracht hat. Die Vierte Welt schätze ich, weil sie eine künstlerische Praxis fördert, die den Prozess, die Diskussion und das Ausprobieren in den Mittelpunkt stellt und nicht die Repräsentation. Dies ist an keinem anderen Ort in Berlin so zu finden.



Gabi Reinhardt | freischaffende Theaterpädagogin | Regisseurin | Performerin | Chemnitz

Orte wie die Vierte Welt sind selten in der Kulturlandschaft: Die Vierte Welt zeichnet sich, meiner Meinung nach, aus durch experimentelle Formen, einen Reichtum an Themen und den Mut sowohl inhaltlich als auch ästhetisch Risiken einzugehen um einen Dialog anzustoßen. Das ist in der heutigen Kulturlandschaft leider nicht selbstverständlich! Deshalb muss die Vierte Welt erhalten bleiben als Ort der lebendigen Auseinandersetzung.



Heiko Voss | Dramaturg | Theater Freiburg | Freiburg.



Dominik Bender | Schauspieler | Regisseur | Berlin

Ich protestiere aufs schärfste gegen die streichung der fördermittel für die VIERTE WELT !!!

soll der ohnehin zu kleine etat bald nur noch in den mainstream fließen?



Ursula Renneke | Schauspielerin | Dozentin für Schauspiel am actors space und an der Fritz Kirchhoff Schule

Die vierte Welt muss erhalten bleiben! Die vierte Welt ist nicht nur eine Welt. Die vierte Welt ermöglicht schöpferische Kollaborationen von Theater, Performance, Literatur, Philosophie und Politik wie kein anderer Ort der "freien Szene" Berlins. Die Formate passen nicht in bisher kulturell erfasste Genres und Gattungen, weil sie mit Kollaborationen neue Welten schaffen, inspirieren, verständigen und bestreiten.



Cornelia Schmaus | Schauspielerin | Berlin

Ich,die Unterzeichnende, setze mich für den Erhalt der 4.Welt ein! Ich bin überzeugt davon,daß wir alle so viel unterschiedliche Stimmen wie möglich im und für einen öffentlichen Diskurs brauchen! Von diesen "Stimmen" ist die 4.Welt sicher eine von den wichtigeren!



Nadja Rothenburger | Performerin | Studiert an der FU Berlin: Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft und Spanisch | Berlin.

Ich verfolge Konzept und Programm der Vierten Welt mit großem Interesse. Besonders da sich die Vierte Welt in Kreuzberg am Kottbusser Tor // zwischen Theorie und Praxis verortet // an der Schnittstelle von Freier Szene und Institution(über die Jahre) befindet. Ich hoffe, dass die von der Vierten Welt geleistete Arbeit vom Senat gewürdigt und bald auch wieder entsprechend finanziell unterstützt wird, damit sie weiter bestehen bleibt.



Dominik Bender | Schauspieler | Regisseur | Berlin

Ich protestiere aufs schärfste gegen die streichung der fördermittel für die VIERTE WELT !!!

soll der ohnehin zu kleine etat bald nur noch in den mainstream fließen?



Yoreme Waltz | Dramaturgin | Berlin



Richard Wittich | Student | FU Berlin



Hendrik Unger | Kulturmanager | Berlin



Boris Nikitin | Regisseur | Bern

HIermit unterstütze ich die Aufforderung an den Senat von Berlin, den Bestand und die Zukunft der Vierten Welt zu sichern. Die Vierte Welt ist für Berlin als wichtiger Spiel - und Denkort unerlässlich, da gerade hier besondere Experimente abseits des Mainstreams möglich sind. Dieses Experimentieren ist jedoch nur möglich, wenn eine finanzielle Grundsicherung des Betriebs gesichert ist.



Thomas Schütt | Performer/ Dramaturg | freischaffend | Berlin.



Valentina Heck | Akademische Mitarbeiterin |  Europa-Universität Viadrina | Frankfurt/Oder



Kathrin Pohlmann | Künstlerin | u.a.  Bedingungslose Akademie  | Berlinhaut rein!

haut rein!



Grit Hachmeister | Bildende Künstlerin | Mitherausgeberin des Magazins DIE STREICHELWURST und Mitglied der Künstlerinnengruppe VIP | Berlin/Leipzig



Ulrich Christen | Agentur für professionelles Wundern und authentisches Staunen | Berlin.

Ich bestehe darauf, dass die Vierte Welt auch in Zukunft angemessen und ausreichend gefördert wird, um ihre hervorragende Arbeit im Dienste einer angereicherten Welt sicherzustellen.



Julia von Schacky |Team Künstlerische Leitung | Heimathafen Neukölln | Berlin

Liebes Vierte Welt Team

Der Heimathafen Neukölln unterstützt den Aufruf zur Förderung der Vierten Welt, da er aus unserer Sicht mit seinem sparten- und genreübergreifende Ansatz ein wegweisender Impuls für die Weiterentwicklung zeitgemäßer und innovativer Theaterformen ist.  Dirk Cieslak hat in Berlin massgeblich dazu beigetragen der Freien Szene zu der starken künstlerischen Eigenständigkeit zu verhelfen, die die Szene heute international ausstrahlt.


Barbara Egel | Berlin

Liebe Aktivisten der Vierten Welt! Habe mich unendlich gefreut, als ich Ihren Ort gefunden hab. Erlebte anregende,freudvolle Abende,die angesichts von Trübsinn und Regression als Antidepressivum wirken. Dies als Stelungnahme einer subdepressiven Psychiaterin. Möchte mich sehr ernsthaft der Forderung anschließen,dieses wichtige Projekt zu erhalten. Was soll das Gerede über Berlin als Ort der Kreativität,wenn ein solch feines, kleines Projekt nicht unterstützt werden sollte. Soll nur noch Tanz gefördert werden? Zum geistigen Überleben ist doch wohl auch sprachliche Reflexion notwendig. Beste Grüße,Barbara Egel


Malah Helman | freie Theaterschaffende | berlin-projekt.org | Berlin

die gesellschaft braucht nicht weniger sondern mehr orte wo kunst und diskurs stattfinden



Dierk Saathoff, Kunststudent, Universität der Künste Berlin, Berlin



Andrea Schindler | Verwalterin |  Berlin

Gerade an einem Brennpunkt, wie dem Kottbusser Tor ist es wichtig, diese Spielstätte zu erhalten. Die Company setzt sich kreativ mit den aktuellen Problemen auseinander und bezieht Anwohner und Gäste hierbei ein.


Stefanie Auf dem Berge | Gender-Wissenschaftlerin und Linguistin | Berlin

Ich unterstützte den Erhalt der Vierten Welt! Viel Erfolg Euch!


Uta Jugert | Kommunikationsdesignerin / freie Dozentin | z.zt. Berliner Technische

Kunsthochschule | Berlin

muss unbedingt bleiben und weiter gefördert werden!

sie bietet einen wichtigen raum für experimentelle ästhetik und diskurse zu existenziellen themen.

ich fordere hiermit den berliner senat auf, das überleben der vierten welt zu sichern.



Elske Rosenfeld | Künstlerin | Junior Researcher | Akademie der bildenden Künste Wien



Silvia Beaury | Berlin

4. Welt muss erhalten bleiben!!

Die "vierte Welt" ist unverzichtbar und einmalig in ihrer Synthese von Kunst, Theater, Philosophie

und politischem Verständnis! Sie muss unbedingt erhalten werde, auch und gerade weil es den

Interessen der machthabenden Ökonomie zuwiderläuft. Ich werde zukünftig jeden Protest fördern,

der progressiven aufgewachten Kräfte in unserer gesellschaftlichen Realität zur Wirkung verhilft.

Für Wissen, gegen Täuschungsmanöver.



Nathalie Fari | Performance-Künstlerin und Kunstpädagogin | atelier obra viva | Künstlerische- und Produktionsleitung | Berlin und Sao Paulo

Die Vierte Welt ist eine innovative und vielseitige Denk- und Spieloase, die für den Kreuzberger Bezirk und Berliner Kulturlandschaft sehr wichtig ist!



Millay Hyatt | freie Autorin & Übersetzerin | Berlin



Moritz Majce | Künstler | Berlin

Ich bin für die Zukunft der Vierten Welt



Dr. Alexander Hillebrand | Arzt | Berlin



Dr. med. Thomas Lenzen | Arzt | Berlin

Liebe Vierte Welt-Kollaborateure, gerne unterstütze ich Euren Aufruf als Unterzeichner. Viele Grüße.


Marleen Schröder | Studentin MA Vergleichende Kunst- und Literaturwissenschaften | Uni Potsdam | Berlin



Marleen Schröder | Project Team Colonial Neighbours | SAVVY Contemporary | Berlin



Elise v. Bernstorff | Berlin

Mir ist wichtig, neben (auch kleinen!) Orten für Kunst auch Raum für politische Diskussion und kritische Theorie zu schaffen und zu erhalten. Gerade in Kreuzberg, wo Menschen mit verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen zusammenleben, ist es unheimlich drängend, den Austausch über die Gesellschaft zu suchen.


Ludger Lemper | Regie | Berlin

Der Unterzeichner fordert den Senat von Berlin auf, den Bestand und die Zukunft der Vierten Welt zu sichern.


Miriam Wiesel |  freie Lektorin im Bereich zeitgenössische Kunst | Co-Initiatorin des Kreuzberger Salons, eines nicht-institutionellen Raums für gemeinschaftsbildende Projekte materieller wie immaterieller Austauschprozesse zwischen Stadt und LandBerlin. | Berlin

»In einer Zeit, die weitgehend als Transformationszeit verstanden wird, kann sich die Zukunft möglicherweise an Orten abzeichnen, wo nicht im großen Maßstab nach ihr gesucht und geforscht wird.« In diesem Sinne möchte auch ich den Erhalt der Vierten Welt unterstützen.


Marina Schulze | Bildende Künstlerin | Bühnenbildnerin | Vors. des Vorstandes | Künstlerhaus 19 Schlachtensee e.V. | Berlin

Förderung ist Pflicht -Liebe 4te! Es ist eine Schande, wie unintelligent immer noch und vor allem

politisch lernschwach immer wieder mit nachwachsender Kultur umgegangen wird! Die Politik wird

einfach nicht schlauer, der europaweite Rechtsruck und der globale Fundamentalismus schaffen ein

bedrückendes Klima. Ohne Räume für die Künste, ohne Anerkennung der Künste als Brot für die

Seele wird unsere Menschlichkeit auf das reine Selbsterhaltungsniveau sinken. Schon jetzt schreien

Individuen - sogar Künstler(!) - unreflektiert nach einer Führung, um nicht zu sagen einem Führer

oder einer Mehrheitsentscheidung, wo kreative Prozesse eine ganz andere Art der Auseinander-

setzung benötigen. Die Diskussionskultur, eine Kultur der Koexistenz, der Bereicherung durch das

Andersartige, liegt im Sterben. Ich weiß, wovon ich rede.

Ich hoffe, Ihr arbeitet mutig und geduldig, mit entsprechend gerechtem Zorn weiter dagegen an! Inspiration, Ideen und Ideale!



Stéphane Bauer, Leiter des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien



Filippo Smerilli | Literaturwissenschaftler | u.a. Dozent Universität Wuppertal | Wuppertal und Berlin



Alexandra Wolf | Kunstwissenschaftlerin (M.A.) | Doktorandin | Berlin



Friederike Landau | Doktorandin Stadt- und Regionalsoziologie, TU Berlin/ Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Berlin

Beste Grüße und weiterhin materielles und diskursives Durchhalten.



Rainer Sellien | Schauspieler | Berlin

Vierte Welt hat ein in Berlin einzigartiges Konzept des politisch/philosophischen Diskurses entwickelt. macht das nicht kaputt!!


Dr. Astrid Fendt | Kuratorin | Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München | Berlin



Margit im Schlaa | freie Kuratorin | Berlin

Hiermit fordere ich den Senat von Berlin auf, den Bestand und die Zukunft der Vierten Welt zu sichern.


Michael Kieser | Student EFH Bochum | Bochum


Nina Scholz | Journalistin | Berlin



Julian Meding | Theatermacher | Musiker | Kunstvermittler | Hildesheim

Kunst und Theorie darf zunehmend keine Bedingungen mehr stellen, sondern soll nur schlechte Bedingungen, die durch tatsächliche schlechte Stadtpolitik verursacht wurde, pseudo-gemeinschaftlich kurieren. Reflexion darüber wo und wie Kunst und Theorie zur (lokalen) Gesellschaft steht – also Bedingungen hinterfragt–, scheint in den städtischen Förderungsdoktrin unerwünscht. Genau diese Reflexion hat die Vierte Welt jedoch mit ihrem Programm immer wieder geleistet, und dies weder mit elitärem Verbarrikadieren, noch mit Händchen-halten mit dem Umfeld (das eigentlich Menschenverachtende). Genaus deshalb ist auch ein gelegentliches Scheitern notwendig. Muss sie deshalb verschwinden?


Peter Müller | Künstler und wissenschaftlicher Autor | Postdam/Berlin                                             


Nathalie Frank | Kulturmanagerin | Journalistin | Performing Arts Programm: Leiterin Theaterscoutings | arte, Exberliner | Berlin Poche | Mouvement, ParisBerlin | Berlin


Philipp Gufler | Künstler | München


Franz Taplick | Berlin


Sophia Stepf | Regisseurin / Künstlerische Leitung Flinntheater | Berlin


Melanie Katz | wissenschaftliche Mitarbeiterin | Performerin | Lyrikerin | Berlin/Zürich

Die Vierte Welt ist ein Ort der aktiven Kollaboration, eine Drehscheibe des künstlerischen Austauschs, wo immer wieder neue Formate erprobt und neue Formen künstlerischen Schaffens praktiziert werden, eine Plattform und Bühne, wie es sie in Berlin für mich als Kunstschaffende kein zweites Mal gibt. Und das soll mir und uns und Berlin erhalten bleiben. Dafür setze ich mich hiermit ein. Bitte mindestens dreimal laut und vehement vorlesen!


Sabina Moncys | Bühnen- und Kostümbildnerin | freiberuflich | Berlin


Felix Fiedler | Psychologe und Kunsthistoriker | Berlin